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Kirche in WDR 2 | 17.10.2020 | 05:55 Uhr

Kinoverkündigung


Bruno Manser ist ursprünglich Bauer, Hirte und Schreiner. In den 1980er Jahren wird aus ihm der bekannteste Umwelt- und Menschenrechtsaktivist der Schweiz. Von seinem Werdegang und seinem Engagement erzählt der Film „Bruno Manser – Die Stimme des Regenwaldes“, der am Donnerstag in die Kinos kommt. Als Aussteiger aus der Industrie- und Konsumgesellschaft geht Manser in den tropischen Dschungel im malaysischen Teil von Borneo. Ein Wechsel, der immer wieder Fragen in ihm aufkeimen lässt:

"Wann bekomme ich das Recht, in diesem Garten Eden zu leben. Oder habe ich Eden hinter mir gelassen? Der alten oder der neuen, welcher Welt gehöre ich wohl an?"

Mit der Zeit beginnt er, sich im Urwald wohl zu fühlen. Denn er stößt dort auf Menschen: Auf die Penan, ein Volk, das mitten im Regenwald nomadisch lebt.

"Dort, wo unsere Zivilisation endet, … 0:31 habe ich es gefunden, … mein Glück, … mein Leben, meine Bestimmung.“

Ihnen schließt er sich an, lebt mit ihnen in ihrem Natur-Paradies wie einer von ihnen. Doch plötzlich ist nichts mehr wie vorher. Bäume, von deren Früchten sie essen, sind mit einem großem, gelben „X“ markiert. Planierraupen und Forstmaschinen dringen in den Regenwald ein, Kettensägen kreischen – der Lebensraum der Penan, vieler Tiere, Bäume und Pflanzen ist zur Rodung freigegeben. Dieser Zerstörung stellt Bruno Manser sich mutig und entschlossen entgegen. Er organisiert den Widerstand der Penan-Stämme, bis die malaysische Regierung ein Kopfgeld auf ihn aussetzt und ihn als unerwünschte Person ausweist. Manser muss gehen und wird zur Stimme des Regenwaldes in Europa:

"Es geht dabei nicht nur um die Penan, sondern um uns alle. Der Regenwald ist die Lunge der Erde. Und wenn sie zerstört ist, sterben auch wir."

Manser mahnt, derart zerstörerisch gerodetes Tropenholz weder zu kaufen noch zu verwenden. Erst schreibt er Bücher und hält Vorträge, dann startet er spektakuläre Aktionen, springt mit dem Fallschirm ab, geht in Hungerstreik. Schließlich versucht er, eine politische Entscheidung herbei zu führen.

"Wir haben eine Petition ausgearbeitet für einen Import-Stopp auf malaysisches Tropenholz. Und im Moment wird sie in Brüssel beim Europäischen Parlament eingereicht."

Doch daraus wird nichts. Malaysia gelingt es, mithilfe von Lobbyisten und PR-Arbeit das Embargo abzuwenden. Manser entschließt sich danach, trotz Einreiseverbot zu seinen Penan zurück zu kehren und gilt nun seit mehr als 20 Jahren als vermisst.

Ich finde das Engagement von Bruno Manser absolut beispielgebend. Und nach wie vor hochaktuell. Der Regenwald darf nicht weiter hemmungslos abgeholzt werden. Nicht auf Borneo, nicht am Amazonas und auch nicht anderswo. Das ist nicht nur eine Frage der Bewahrung der Schöpfung, die uns Christen anvertraut ist. Das ist eine Frage des Klimaschutzes, den sich Gott sei Dank die Fridays for future auf die Fahnen geschrieben haben. Und das ist letztlich sogar eine Frage des Überlebens der ganzen Menschheit, nicht nur der Penan, für die Bruno Manser sich besonders stark gemacht hat:  

" Der Regenwald ist die Lunge der Erde. Und wenn sie zerstört ist, sterben auch wir."
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