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Kirche in WDR 2 | 09.07.2021 | 05:55 Uhr

Kleine Freundschaften

Jetzt in der Corona-Pandemie kommen die kleinen Freundschaften in den Blick. Es gibt sogar Bücher darüber.

Es geht um die freundlichen Begegnungen im Alltag. Klassisches Beispiel ist die Scheibe Fleischwurst, die das Kind an der Fleischtheke erhält, wenn es Vater oder Mutter beim Einkaufen begleitet. Kaum jemand registriert das als Ausdruck von Schleichwerbung, sondern wir empfinden dies als kleine Geste der Freundlichkeit.

 

Die Frauen und Männer, die im Supermarkt an der Kasse sitzen, werden darin trainiert, die Kundinnen und Kunden mit einem Gruß zu verabschieden. Eine Geste der Höflichkeit.

Die englischen Wörter "Give away" und "Hand-out" meinen die Kugelschreiber oder Tempotaschentücher, die wir in der Apotheke oder beim Friseur erhalten. Was früher die Rabattmarken waren, sind heute die Bonuspunkte oder die Payback-Karten an den Tankstellen. Klar, da geht es um Kundenbindung, aber eben auch um ein kleines Zeichen der Verbundenheit. Im Kern um die Erfahrung: Ich gehöre dazu.

 

Diese Erfahrung der Zugehörigkeit ist für Kinder enorm wichtig. So ist Mobbing für sie sehr schlimm. Freundinnen und Freunde schon im Kindergarten zu finden ist so bedeutsam, weil es eine Resonanzerfahrung ist: ich komme vor, ich bin akzeptiert. Daraus folgt dann die Selbstwirksamkeit, wie es in der Soziologie und Psychologie heißt.

Ein wichtiger Ort dafür ist der Sportverein. In einer Mannschaft sind die kleinen Freundschaften entscheidend; durch sie entsteht das Team.

Jetzt in der Pandemie war in den Vereinen nur wenig möglich. Nicht nur mental, sondern auch rein physisch ganz schlecht für Kinder und Jugendliche! Die Fitness schwindet und der Stressabbau geht zurück.

In unserer Kinderstadt im Sommer hier in Köln-Höhenberg-Vingst, vor der Pandemie mit über sechshundert Kindern, jetzt unter Corona-Bedingungen kleiner, wurde ein Mädchen von der Reporterin des ARD-Morgenmagazins gefragt: "Was ist denn hier am schönsten?". Antwort: "Dass wir hier zusammenhalten, und all die andern Dinge". Wenn die Gemeinschaft stimmt, sind die andern Dinge egal: ob Basteln, Schwimmbad oder ein Ausflug.

Vor der Pandemie war in unserer Kirche nach dem Gottesdienst das Kirchencafé geöffnet. Mit Kuchen, Fritten oder manchmal frischen Waffeln .

Für viele so wichtig wie der Gottesdienst. Small-talk, Austausch. Zugehörigkeit ohne Leistung. Willkommenskultur pur, kleine Freundschaften eben. Ich hoffe, dass dies bald wieder klappt; bei uns und bei Ihnen zu Hause.

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