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Kirche in WDR 2 | 19.03.2021 | 05:55 Uhr

Kranke besuchen

 

Es ist ja grad Fastenzeit und jetzt könnte ich was über Verzicht erzählen. Worauf Sie aber auf keinen Fall verzichten sollten – auch nicht durch Corona – ist: die Kranken aufsuchen, in welcher Form auch immer. „Ich war krank – und ihr habt mich besucht“ – hat Jesus gesagt.

Aber: jetzt ist es fast genau ein Jahr her, dass wir das erste Mal in den Lockdown gegangen sind. Und: Viele haben das seither erlebt: Ich wollte einen Kranken besuchen im Spital, und es ging nicht wegen Corona. Ich möchte einige Ideen sagen, was man dann machen kann. Auch für den Kontakt mit Menschen in den Seniorenheimen.

Da ich längere Zeit Menschen im Altenheim nicht besuchen wollte, um jede Gefährdung zu vermeiden, habe ich Ihnen Päckchen mit Obst oder Plätzchen und Lesefutter geschickt. Je nach ihren Vorlieben. Ein alter Herr möchte zum Beispiel nur Äpfel der Sorte "Pink Lady", eine Dame von über 90 Jahr will auf keinen Fall Bananen, gerne aber Trauben. Natürlich ist es ökologisch bedenklich, dass die jetzt aus Südafrika kommen, aber fast alles Gute hat ja auch eine schlechte Seite. Telefonisch stimme ich jeweils ab, was erwünscht ist. So sprechen wir auch miteinander, ohne uns zu sehen.

In der Familie ist es natürlich schön, wenn es klappt zu skypen, also einander live per Internet zu sehen.

Einen alten Herrn von fast hundert Jahren habe ich ab und zu zum Grab seiner verstorbenen Gattin gefahren. Als das wegen Corona nicht mehr ging, habe ich eine Christrose auf das Urnengrab gestellt und eine Dauerkerze dort entzündet. Das Foto davon in Din A4 hat er im Seniorenheim aufgehängt. Am besten gefiel ihm, dass das Grab dick mit verwelkenden Blättern bedeckt war, dem Symbol der Vergänglichkeit.

Bei allem ist das Wichtigste die Frage: Was mag dem Menschen im Kranken­haus oder im Seniorenhaus gefallen? Ist es ein spezieller Kuchen, eine schöne Blume, die Wochenzeitung, die sie oder er zu Hause liest?!

Immer gefällt wohl ein gemaltes Bild der Enkelkinder oder ein Brief von ihnen.

Für das Gespräch miteinander gibt es eine einfache Regel, nämlich vom Alltag des Lebens erzählen. Also nicht von den eigenen Krankheiten.

Und den Menschen im Krankenhaus oder im Seniorenheim erzählen lassen, was er möchte. Und zuhören, zuhören - und vor allem Pausen zulassen. Also einfach da sein. Oft ist es auch gut, langsam zu sprechen. Der Königsweg ist, etwas Fröhliches zu berichten; am allerbesten ist es, wenn man gemeinsam lachen oder zumindest schmunzeln kann.

Einige haben mir erzählt, dass sie einen kleinen Film per Handy aufge­nommen haben, den dann die Person, die im Krankenhaus besuchen durfte, Oma oder Opa vorgespielt hat. Eine wunderbare Idee. Vielleicht kommen Sie ja noch auf eine bessere. Dann lassen Sie es mich bitte wissen.
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