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Hörmal | 21.06.2020 | 07:45 Uhr

Leben

Autor: Vor drei Monaten kam der Lockdown. Mir kommt das vor wie eine Ewigkeit. Aber es ist erst ein Vierteljahr her. Es tut mir gut, mich an die Zeit davor zu erinnern. Wie es gewesen ist: sich spontan zu treffen. Zu reden. Musik zu machen.


Musik: Track 2, „Hoffnungsmaschine“ von CD: Hinweise zum Gebrauch, Interpret: Markus Berges, Judith Holofernes, Komponist: Markus Berges, Ekkehard Maas & Judith Holofernes, Texter: Markus Berges, Ekkehard Maas & Judith Holofernes, Verlag: Rough Trade, Label: Jippie!Industrie, LC-Nr.: 30370.

Musik: Erinnere dich, an die Liebe,’ schreibe ich.


Autor: Irgendwann wird das Leben wieder normal sein. Ohne Abstandsgebot und Maskenpflicht. Aber wir werden dann nicht mehr dieselben sein. Vielleicht nicht mehr so unbefangen. Wahrscheinlich werde ich noch dankbarer sein, wenn meine Lieben gesund sind. Und ich werde mich erinnern an Dinge, die mir in der Corona-Zeit wichtig geworden sind. Erfahrungen, die Mut machen.


Musik: Lass die Hoffnungsmaschine laufen, die Hoffnungsmaschine, lass die Hoffnungsmaschine laufen.


Autor: Im März hat sich die ganze Menschheit verbündet. Für das Leben. Hat es das überhaupt schon einmal gegeben? Überall haben Menschen ihr Leben total verändert. Haben alles untergeordnet, was sonst den Alltag bestimmt: den Wohlstand, den Spaß, den Sport, die Bildung. Ich habe das nicht für möglich gehalten.

Vor Corona bin ich oft genug an uns Menschen verzweifelt. An unserem Versagen in der Ökologie. Aus wirtschaftlichen Interessen, Bequemlichkeit oder Egoismus. Oder die ewigen Kriege. Immer wieder opfern Menschen das Leben von anderen. Für Macht. Profit. Oder verquere Ideen.

Aber im März haben wir Menschen bewiesen, dass wir auch anders können. Das wir das Leben über alles andere stellen. Genau wie unser Gott, der zu Ostern alles getan hat, um den Tod zu überwinden. Damit wir leben können.


Musik: Erinnere dich an die Liebe‘, schreibe ich. Eine Zeile pro Tag in die Hoffnungsautomat-Gebrauchsanweisung.


Autor: Drei Monate ist der Lockdown jetzt her. Viele verlieren mittlerweile die Geduld. Die Selbständigen. Die Menschen in den Seniorenheimen. Oder in kleinen Wohnungen. Aber auch die Verschwörungstheoretiker. Die Gierigen. Die Populisten. Ich wünsche mir, dass bei vielen die Erinnerung wach bleibt. An den genialen Moment, als sich die ganze Menschheit einig gewesen ist. Als sie die Liebe zum Leben über alles Andere gestellt hat.


Musik: Lass die Hoffnungsmaschine laufen, die Hoffnungsmaschine, lass die Hoffnungsmaschine laufen.




Redaktion: Pastorin Sabine Steinwender-Schnitzius

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