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Kirche in WDR 5 | 20.07.2019 | 06:55 Uhr

Lebendige Hoffnung

Guten Morgen!

Die Hoffnung stirbt zuletzt - sagt der Volksmund.

Kranke erzählen von ihrer Hoffnung auf Heilung. Oder wenigstens Linderung. Auf eine ruhige Nacht. Dass die Schmerzen nachlassen oder dass das neue Medikament endlich wirkt. Ein Todkranker hofft, beim Sterben nicht allein zu sein. Und diese Welt einmal in Würde zu verlassen.

Hoffnung ist eine starke Kraft, das merke ich immer wieder. Sie hilft, die gegenwärtige Situation nicht als gegeben hinzunehmen.

Hoffnung hofft auf Neues, auf Veränderung.

Ich staune immer wieder neu über die Kraft der Hoffnung.

Die Hoffnung ist nicht so schnell klein zu kriegen. Sie entwirft Zukunft. Das kann eine nahe oder auch eine weiter entfernte Zukunft sein. Je nach dem.

Wer kranke Menschen begleitet, weiß: Es ist wichtig, dass ein Patient Hoffnung hat. Oder, dass sie wieder neu wachsen kann, wenn sie verloren gegangen ist. Ohne Hoffnung kann ein Mensch nämlich auf Dauer nicht leben.

Wenn mich jemand fragt: Wo ist Gott in all dem Elend? Dann antworte ich: Da wo ein Mensch hofft. Denn ich glaube: Die Hoffnung ist eine Kraft, die von Gott kommt und die den Menschen stark macht. Sie hebt mit göttlicher Kraft den Menschen über den Augenblick hinweg in eine andere Zukunft.

Gott ist ein Gott der Hoffnung. Er ist in der Hoffnung lebendig und gegenwärtig, die Menschen in ihrem Herzen haben und spüren. Wenn das stimmt, dann ist Gott bei jedem Menschen – selbst, wenn Gott ihm fremd ist oder weit weg zu sein scheint. Als Hoffnungskraft ist Gott allen Menschen nahe. Auch denen, die gar nicht mit ihm rechnen.

Wenn jemand wieder neu Hoffnung geschöpft hat, dann ist das freilich ein Geheimnis wie das geschehen ist. Es geschieht einfach. Es ist faszinierend, das zu erleben. Man kann es nicht erklären und kaum in Worte fassen.

Das liegt daran, dass Hoffnung durch Bilder gespeist wird, die in uns sind.

Für Christinnen und Christen ist ein ganz starkes Bild dieses: Da sind ganz unterschiedliche Menschen zu Gast am Tisch Gottes. Sie teilen Brot und Wein. Das geschieht sonntags in den christlichen Gottesdiensten. Und auch an vielen Krankenbetten.

Wenn Christinnen und Christen Brot und Wein miteinander teilen, dann teilt sich damit auch eine Hoffnung mit. Eine lebendige Hoffnung. Eine Hoffnung, die nicht stirbt.

(Ende WDR 4 – Verabschiedung für WDR 5: )

Gott mit Ihnen an diesem Tag - das wünscht Ihnen Pfarrer Frank Küchler aus Marialinden.


Redaktion: Landespfarrerin Petra Schulze

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