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Kirche in WDR 2 | 16.09.2019 | 05:55 Uhr

Lena

Heute ist wieder Montag, und weil heute Montag ist, ist das Wochenende leider auch schon wieder vorbei. Tja.

Vielleicht haben Sie am Wochenende einen Menschen besucht. Freunde. Die Familie. Vielleicht haben Sie ja auch einen Krankenbesuch gemacht. Und sind deswegen in ein Krankenhaus gegangen. Vielleicht haben Sie dort ein Kind besucht. Vielleicht in einem Kinderkrankenhaus. Ich komme darauf, weil heute der Tag der Kinderkrankenhäuser ist.

Vielleicht haben Sie am Wochenende in einem Kinderkrankenhaus ein Kind wie Lena besucht.

Lena ist ein fröhliches Kind. Und ein tapferes. Ein tapferes fröhliches zartes Kind. Es ist viel zu früh auf die Welt gekommen, es hat bei der Geburt nicht mal ein Kilo gewogen. Zu leicht zum Leben. Zum Glück aber gibt es bei uns Kinderkrankenhäuser und Kinderstationen. Krankenhäuser, in denen engagierte Krankenschwestern, Krankenpfleger und Ärzte alles dafür tun, dass Kinder wie Lena leben können. So wurde Lena in Bonn an der Uniklinik gut versorgt. Sie hat  die kritischen ersten Monate geschafft. Die Eltern sind happy. Aber dann nach neun Monaten, in diesem Sommer, die nächste Hiobsbotschaft: Lena hat Leukämie. Und nur eine Stammzellenspende wird ihr Leben retten können.

Ich kenne die Eltern. Beide kümmern sich in ihrer Freizeit um Kinder und Jugendliche in einer Pfarrei im Kölner Osten. Zwei total nette junge Leute, tolle Menschen, wunderbare Eltern. Klar, dass sie ziemlich verzweifelt sind.

Aber dann passiert so etwas wie ein Wunder – ein Sommermärchen. Das  ganze Viertel mobilisiert sich. Hunderte Menschen beschließen: Wir wollen Lena und ihren Eltern helfen. Wir wollen sie nicht allein lassen. Die sind uns nicht egal.

Und dann krempelt das Veedel die Ärmel hoch. Stellt eine Registrierungsaktion der Deutschen Knochenmarkspenderdatei auf die Beine. In der Presse, im Radio und im Fernsehen und in den sozialen Netzwerken erzählen sie tausenden Menschen Lenas Geschichte. Der Flyer mit Lenas Bild wird zehntausendfach angeklickt und geteilt. Von Normalos und Prominenten, von Toni Kroos, von Martin Rütter und vielen vielen anderen, die sich solidarisch erklären wollten. So war vor zwei Wochen hier in Köln-Vingst schwer was los. Hunderte Menschen ließen sich neu registrieren oder spendeten Geld, um eine Stammzellenuntersuchung zu finanzieren.

Hammer.

Einer trage des anderen Last, sagt Jesus einmal. Und er meint damit: Lass den anderen nicht im Stich. Wenn er es schwer hat, dann hilf ihm. Wenns ihm dreckig geht, dann schau nicht weg. Das ist Solidarität. Und wo Menschen solidarisch sind, da ist Gott lebendig. Es ist gut, dass es solche Orte gibt, wo Menschen solidarisch sind. Wo sie alles geben, damit andere leben können. Zum Beispiel in Kinderkrankenhäusern. Wie in Bonn. Da kämpfen die Krankenpfleger, Krankenschwestern und Ärzte um Lena. Und um Paul. Um Linda, Emily und Arslan. Und in Köln, in Soest und Wuppertal: Dasselbe. Heute sagen wir ihnen danke. Denn heute ist ihr Tag, der Tag der Kinderkrankenhäuser. Es sind gute Orte. Gottes Orte. Nicht nur an einem Montagmorgen.

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