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Kirche in WDR 2 | 01.04.2019 | 05:55 Uhr

April, April

April, April

Heute ist wieder Freitag, und weil heute Freitag ist fängt das Wochenende an. Macht was Schönes draus!

Naja, stimmt natürlich nicht. Heute ist Montag, auch wenn der 1. April ist, und weil heute Montag ist ist das Wochenende leider auch schon wieder vorbei. Kein Scherz.

Keine Ahnung, ob Sie heute schon mit einem mehr oder weniger gelungenen Gag in den April geschickt worden sind. Wäre doch schön! Und mal ehrlich: es gab schon geniale Aprilscherze, die heute noch legendär sind.

Kostprobe? Am 1. April 1957 etwa zeigte die BBC einen Film über die Spaghettiernte im schweizerischen Ticino. Mit Mandolinenmusik untermalt wird dem staunenden Fernsehpublikum Bäume gezeigt, an denen vermeintlich lange Nudeln wachsen und von kundigen Helferinnen und Helfern sorgfältig gepflückt werden und zum Trocknen in die Sonne gelegt. Anschließend haben tatsächlich Menschen beim Sender angerufen, und wollten wissen, ob die Bäume wohl auch in Großbritannien wachsen. Den Film gibt’s noch auf youtube zu sehen – sehr köstlich!

Oder: 1998 kündigt die Burgerkette Burger King an, ab dem 1. April endlich Burger für Linkshänder ins Angebot zu nehmen. Es folgt tatsächlich ein gewaltiger Ansturm auf die Filialen. Unglaublich! Oder noch ein Klassiker aus England: Die Einführung von Rechtsverkehr. Der Gag hat schon mehrfach geklappt und zu breiter Entrüstung geführt – übrigens auch mal in Westberlin, als es hieß, der Linksverkehr werde im britischen Sektor zum 1. April eingeführt. In Rom hieß es am 1. April 2008, dass die Stadtverwaltung alle nackten Statuen mit Lendenschurzen ausstatten wolle. Der Ärger der Bevölkerung folgte selbstverständlich auf dem Fuße. Auch der WDR reiht sich jedes Jahr in die Aprilscherzproduktion ein. Mit einem genial erfundenen Zeitzeichen, bei dem ich schon ganz oft gedacht habe: Das ist so gut! Schade, dass das nicht wirklich passiert ist! Zum Beispiel: 1. April 1616: Ismet Mustafa Üzgürlü komponiert das "Deutschlandlied". Der Nationalhymne ihr  Migrationshintergrund! Oder: 1. April 1612: Lord Thomas West entdeckt mit seinem Schiff „Payflower“ die erste Steueroase. Zum Schreien lustig.

Wo kommt der Aprilscherz her? Es gibt viele Vermutungen: Den Unglückstag 1. April durch Scherze zu einem glücklichen Tag zu machen beispielsweise. Schwindeln fürs Glück sozusagen. Manche sehen einen Bezug zum Aprilwetter: April, April, der macht halt, was er will.

In diesem Jahr ist der 1. April mitten in der Fastenzeit. Wenn mich heute jemand in den April schickt, dann ist das für mich einerseits wie ein fernes Echo vom Karneval. Karneval ist ja, wenn die Menschen wie durch einen Vorhang in den Himmel gucken. Alle sind gleich. Alle Lebensträume sind erfüllt. Der ganze Quatsch, den sich Menschen so ausdenken, um sich das Leben schwer zu machen hat keine Chance. Die Liebe gewinnt. Und andererseits – finde ich - ist der Aprilscherz wie ein Blick durchs Fernglas auf Ostern. Der Tod ist besiegt. Die Tränen getrocknet. Das Leben gewinnt. Der Aprilscherz – ein Scherz auf die schwere Ernsthaftigkeit des Lebens, ein Frühlings-Cocktail, gemixt aus Karnevalsübermut und Osterfreude. Ein Stück vom Himmel. Und das kommt an einem Montag gerade recht. Kein Scherz.

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