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Kirche in WDR 3 | 25.02.2020 | 07:50 Uhr

Mardi Gras

Autorin: Guten Morgen!

Veilchendienstag in Köln.

„Mardi Gras“ in New Orleans.

Der letzte bunte Tag. Die Fastenzeit steht bevor.

Und wie das so ist, wenn ich auf etwas verzichten soll;

es tanzt nachts garantiert „Can-Can“ über meine Bettdecke.

Aus Verzicht wird ganz schnell Versuchung;

Champagner, Jazz und Küsse:

persönliche Todsünden.

 

In einer biblischen Fastengeschichte kommt der „Satan“ vor.

Er will Jesus dazu überreden, sein Vertrauen in Gott aufzugeben.

Statt zu beten soll Jesus lieber das süße Leben genießen:

Champagner, Jazz und Küsse sozusagen.

 

Jesus sagt deutlich „Nein!“

Starke Nummer finde ich,

denn die Angebote

klingen verlockend:

 

Sprecher: Zuletzt führte der „Satan“ Jesus auf einen Berg, zeigte ihm die Welt und sagte: „Das alles will ich dir geben, wenn du mich anbetest.“ Da sagte Jesus: „Geh weg, Satan! In den Heiligen Schriften heißt es: ‚Gott sollst du anbeten und niemand sonst.`“ (1)

Autorin: 2009 hat Walt Disney mit „Küss den Frosch“ einen Zeichentrickfilm gemacht,

in dem es genau darum geht: Das süße Leben,

verlockende Angebote und ziemlich überzeugende Figuren aus dem Schattenreich.

 

Der Film spielt in New Orleans zu „Mardi Gras“, also zu Karneval.

Seit dem 17. Jahrhundert mischen sich hier europäische Traditionen mit Voodoo-Zauber.

 

Mächtig sind die Wünsche der Filmfiguren

und gewaltig die Konsequenzen,

als sie sich auf die Schatten einlassen.

Am Ende hilft nur: tief in sich zu gehen,

nachzudenken und sich klar zu machen,

was wichtig ist.

Musik: CD: The Princess and the Frog, Track 9: „Dig a little deeper“, Interpretin: Jenifer Lewis, Komponistin: Randy Newman, Label: Walt Disney Records, LC: 10025, ASIN: B002O4J4F2.

Sprecher*in für Overvoice (Übersetzung):

Du musst nur tiefer in dir graben,
dann weißt du wer du bist.
Wenn du klar kommst mit dir selbst,
und die Angst besiegst,
dann scheint die Sonne, für dich.“

Autorin: Klar kommen mit mir.

Und die Angst besiegen.

Leichter gesagt als getan.

 

Jesus hat den Bogen raus.

Geduldig prüft er, was ihm wichtig ist.

Energisch weist er alle Angebote von sich.

 

Und dann geht er zurück.

Zurück in ein Leben, das qualvoll endet.

Angst lässt er erst wieder am Abend vor seinem Tod zu.

Aber er umgibt sich mit Freunden. Und erzählt ihnen davon,

was in seinem Herzen ist.

 

Das kommt mir wichtig vor:

Fastenzeit ist Seelengartenzeit.

Also die Zeit im Jahr, in der ich meine Seele umgrabe.

Die Zeit im Jahr, in der ich sage:

Du, ich muss Dir was erzählen;

ich muss Dich mal was fragen.

 

In der Fastenzeit versuche ich herauszufinden, wo ich grade in meinem Leben stehe.

Ich versuche klarzukommen und meinen Ängsten zu trotzen.

Und ich lasse mich daran erinnern, dass Gott mich beschützt.

Oder wie selbst der „Satan“ im Gespräch mit Jesus feststellen muss:

 

Sprecher: „Deinetwegen wird Gott seine Engel schicken und sie werden dich auf Händen tragen, damit du dich an keinem Stein stößt.“ (2)

Autorin: Ihre Pfarrerin Julia-Rebecca Riedel aus Odenthal.


Anmerkungen:
(1)    Zitiert nach: Die gute Nachricht, Matthäus 4,1-11.
(2)    Ebd..

 

Redaktion: Landespfarrerin Petra Schulze

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