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Kirche in WDR 3 | 28.01.2020 | 07:50 Uhr

Mein Name

Guten Morgen.

Und wie heißt Du? Es gibt wenige Fragen, die man im Leben so oft beantwortet, wie diese.

Ein Mensch und sein Vorname sind meist ein Leben lang miteinander verbunden. Wir suchen uns den Namen nicht selbst aus und tragen ihn trotzdem immer bei uns.

Hobbys, Freunde, Lieblingsessen, Partner, Überzeugungen und Prinzipien - all das mag sich im Leben ändern.

Der Name bleibt uns in der Regel und ist wie eine Art Begleiter.

Für manche passt der Name wie die Faust aufs Auge, andere sind mit ihrem Namen nie wirklich glücklich gewesen. Einige haben im Lauf ihres Lebens einen Spitznamen bekommen, der viel besser passt.

Dabei geben sich die meisten Eltern viel Mühe, wenn sie einen Namen aussuchen.

Früher bekamen die Kinder häufig den Namen eines Verwandten, des Vaters oder der Oma und trugen so die Familientradition weiter. Oder sie bekamen den Vornamen eines Paten. Gern wurden sie auch nach Heiligen genannt.

Bei einer Umfrage kam raus: Eltern finden es heute meist am wichtigsten, dass der Name einen schönen Klang hat – wie Leon oder Luisa. Manche wollen aber auch etwas richtig Ausgefallenes und suchen nach einem Namen, den nicht jeder trägt.

Mein Name ist nicht einzigartig: Anne Wellmann.

Es gab auch schon Verwechslungen per E-Mail, aber meine Namensvetterin hat Sinn für Humor.

Ich kenne sie nicht, nur über den Kontakt im Internet, wenn sie mir was weiterleitet oder ich ihr.

Ich hab sie aus Neugier aber mal gegoogelt und sie wirkt echt sympathisch. Allerdings scheint sie ganz andere Interessen und Hobbys zu haben als ich. Über den Namen allein, wird ein Mensch also nicht zu etwas Besonderem.

Besonders und einzigartig wird mein Name eigentlich erst dann, wenn ihn ein anderer Mensch benutzt und mich anspricht.

Mein Name bekommt, je nachdem wer ihn nennt, einen eigenen Klang.

Mal förmlich und höflich, wenn ich im Wartezimmer aufgerufen werde.

Mal freudig und quietschend, wenn ich meine kleinen Neffen besuche.

Zärtlich und liebevoll, wenn mein Partner mich fragt, wie mein Tag war.

Da spür ich: Mein Name ist mehr als eine Ansammlung von Buchstaben.

Mein Name entwickelt erst seine volle Bedeutung, wenn er von denen genannt wird, mit denen ich verbunden bin.

Da frage ich mich, wie es ist, wenn Gott mich bei meinem Namen ruft. Wie sich das anhört. Schließlich heißt es in der Bibel: Gott sagt: Ich habe dich bei deinem Namen gerufen, du gehörst zu mir. Für mich klingt das nach einer Liebeserklärung. Gott hält diese Liebeserklärung für jede und jeden von uns bereit.

Das glaubt Pfarrerin Anne Wellmann aus Duisburg.

 

Quelle: Gesellschaft für Deutsche Sprache e.V.

https://gfds.de/aesthetische-kriterien-sind-bei-der-vornamenwahl-besonders-wichtig/

(zuletzt abgerufen am 12.01.2020)

 

Redaktion: Landespfarrerin Petra Schulze

 

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