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Kirche in WDR 3 | 02.11.2019 | 07:50 Uhr

Memento mori


Guten Morgen!

Es gibt eine christliche Einübung in die Kunst zu leben und zu sterben. Es ist das Memento mori, das Erinnern an den eigenen Tod. Vielleicht weil ich mehr als einmal mit dem Leben davongekommen bin, ist mir dieses Memento in Fleisch und Blut übergegangen. Ich denke immer wieder mal – „so nebenbei“ – an meinen täglich näher rückenden Tod. Das Mich-Erinnern an meinen Tod hilft mir, bewusster und intensiver zu leben. Es hilft mir, meine Zeit nicht zu verplempern. Der Gedanke an meinen Tod macht mich keineswegs traurig, sondern wach. Darum kann ich Steve Jobs, dem Gründer von Apple, nur zustimmen:

Sprecher: „Als ich 17 war, las ich irgendwo ein Zitat, das ungefähr so lautete: `Lebt man jeden Tag, als wäre es der letzte, liegt man eines Tages damit richtig.´ Das ist hängen geblieben. Seitdem frage ich jeden Morgen mein Spiegelbild: `Wenn heute der letzte Tag meines Lebens ist, würde ich dann gern das tun, was ich heute tun werde?´ Und wenn die Antwort an zu vielen Tagen hintereinander `Nein´ lautet, weiß ich, dass ich etwas ändern muss. Mir ins Gedächtnis zu rufen, dass ich bald sterbe, ist mein wichtigstes Hilfsmittel, um weitreichende Entscheidungen zu treffen. Fast alles – alle Erwartungen von außen, aller Stolz, alle Angst vor Peinlichkeit oder Versagen – das alles fällt im Angesicht des Todes einfach ab. Nur das, was wirklich zählt, bleibt. …“

Und Stephe Jobs fährt fort:

Sprecher „Vor einigen Jahren wurde bei mir Krebs diagnostiziert… ein Tumor auf meiner Bauchspeicheldrüse. Die Ärzte erklärten mir, dass diese Art von Krebs mit ziemlicher Sicherheit unheilbar sei, und ich sollte mich darauf einstellen, dass ich nur noch drei bis sechs Monate zu leben hätte. Mein Arzt riet mir, nach Hause zu gehen und meine Sachen in Ordnung zu bringen. In der Sprache der Ärzte heißt das: Bereiten Sie sich aufs Sterben vor. …

Ich trug diese Diagnose den ganzen Tag mit mir herum. Später am Abend wurde eine Biopsie gemacht. Meine Frau erzählte mir später, dass der Arzt, als er die Zellen unterm Mikroskop betrachtete, zu weinen begann. Es stellte sich nämlich heraus, dass es sich um eine sehr seltene Art Krebs handelte, die operativ behandelt werden kann. Ich wurde operiert, und mir geht es heute gut.

Nun, da ich das durchgestanden habe, kann ich Ihnen das mit etwas mehr Gewissheit sagen als zu der Zeit, da der Tod noch ein nützliches, aber rein geistiges Konzept war. Niemand will sterben. Und doch ist der Tod das Schicksal, das wir alle teilen. Und so soll es auch sein: Denn der Tod ist wohl die mit Abstand beste Erfindung des Lebens. Er ist der Katalysator des Wandels. Er räumt das Alte weg, damit Platz für Neues geschaffen wird.“ (2005: http://www.rp-online.de/politik/der-tod-ist-die-beste-erfindung-aid-1.2269054)

Steve Jobs, der Apple-Gründer, starb schließlich doch an Krebs. Seine Worte bleiben mir ein kostbares Vermächtnis, ein ehrliches Memento Mori. Und so möchte ich beten: 

Gott, das Wissen um meinen Tod reißt mich heraus aus meinem Alltagstrott. Ich erkenne: Dieser Tag heute ist eine einmalige Gelegenheit! Dieser Tag ist unendlich kostbar!

Aus Aachen grüßt Sie

Spiritual Georg Lauscher.



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