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Kirche in WDR 2 | 13.10.2020 | 05:55 Uhr

Mit dem falschen Fuß aufgestanden?

Guten Morgen allerseits...Heute ist zwar der 13, aber glücklicherweise kein Freitag. Ich hoffe sie sind nicht mit dem falschen Fuß aufgestanden.

Sollte das aber trotzdem passiert sein, dann wird das heute kein guter Tag für sie …. das kann ich ihnen hier schon mal gleich sagen: alles noch so Kluge und Erbauliche, was ich an dieser Stelle sagen würde und könnte, wäre sowieso nicht richtig und würde sie einfach nur nerven.

Nehmen sie sich deshalb vor allem heute am 13. ganz besonders in Acht vor Menschen, die mit dem falschen Fuß aufgestanden sind.

Ja, sie sind immer noch bei Kirche im Rundfunk.

Die Formulierung mit dem linken oder falschen Fuß aufgestanden zu sein, hat zumindest historisch auch tatsächlich was mit Glauben zu tun.

Zumindest mit Volksglauben und der ist oft sehr hartnäckig.

Mit dem linken, also dem verkehrten Bein oder Fuß aufzustehen, galt bereits in grauer Vorzeit als schlechtes Vorzeichen.

Die Redewendung geht angeblich darauf zurück, dass die linke Seite als Seite des Bösen, Unheilvollen galt. Mit dem wollte man natürlich nichts zu tun haben.

Ich jedenfalls erinnere mich noch sehr gut an das letzte Mal, als ich mit dem falschen Fuß aufgestanden bin.

Also bei mir war das so, dass zuerst morgens der Wecker nicht geschellt hat, weil dummerweise die Batterie leer war, ich bin dann sozusagen im Halbschlaf aus dem Bett geschnellt - duschen, Zähne putzen, in die Klamotten gesprungen - und als ich dann in Eile meine Schuhe anziehen wollte, ist mir der Schnürsenkel gerissen.

Und das macht er sonst nie, mein Schnürsenkel.

Im Anschluss hab ich natürlich dann in Windeseile meinen Pott Kaffee geschlürft und flux auf mein weißes Hemd gekippt und als ich schließlich zwei Kilometer mit meinem Auto unterwegs war, quoll weißer Rauch aus der Motorhaube.

Nein, das war kein Weihrauch, aber möglicherweise doch ein Zeichen des Himmels. 

Und ja, sie sind immer noch bei Kirche im Rundfunk …

.. dann hab ich mich natürlich gefragt ob ich an diesem schrecklichen Tag wirklich unter einem bösen Omen, also mit dem falschen Fuß, aufgestanden bin? Hätte ich  nach dem ersten Missgeschick am besten direkt wieder ins Bett gehen sollen, um noch Schlimmeres zu vermeiden?  Hätte ich nicht! Denn: Eigentlich bin ich ja Christ und Christen glauben, dass das Himmelreich jetzt schon angebrochen ist. Es liegt also an uns, bereits hier und jetzt so viel Gutes zu tun, dass die Welt jeden Tag ein bisschen besser wird. 

Also lasse ich den Aberglauben mit dem falschen Fuß links liegen. Und Ihnen wünsche ich erst mal nur für den heutigen Tag: Jeder Fuß, mit dem sie aufstehen, ist in jedem Fall der Richtige. Kommt halt ganz drauf an, was sie damit machen und wo sie mit ihren Füßen hingehen.

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