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Kirche in WDR 3 | 14.12.2019 | 07:50 Uhr

Mit Vertrauen ins Leben

Noch ist das Jahr nicht vorbei, aber in meiner Familie beginnen bereits die Großplanungen fürs nächste Jahr. Mein Bruder heiratet da nämlich. Und ich werde 50. Um nur diese beiden Großereignisse zu nennen – nicht zu vergessen, der runde Geburtstag meines Vaters. Entsprechend laufen die Planungen seit Wochen an. Und natürlich gehören zu solchen Planungen die To-Do-Listen, die „Save-the-Date“-Mails, die Organisation des perfekten Ortes, der besten Speisen. Das kann einen schon mehr als ein halbes Jahr im Voraus ziemlich beschäftigen. Vielleicht kennen Sie das ja auch. Und es ist ja verständlich: denn ein besonderes Ereignis soll eben auch besonders gefeiert werden. Rundum schön sein. Und in guter Erinnerung bleiben.

Da ich Priester bin, darf ich an vielen solcher Großereignisse teilhaben – natürlich auch jenseits meiner Familie. Als Priester ist man oft dabei, wenn es ums Heiraten geht, ums Taufen, um runde Geburtstage oder Ehejubiläen. Das alles sind Anlässe, an denen Familien und Freundeskreise zusammen kommen, oftmals in großer Personenzahl und einmaliger Zusammensetzung.

Manchmal habe ich den Eindruck, dass immer mehr Aufwand getrieben wird, um das perfekte Fest zu organisieren. Ich verstehe das und bin trotzdem der Meinung, dass das allerwichtigste bei großen Ereignissen und schönen Festen nicht im voraus organisiert werden kann. Wesentliches bleibt doch beim Planen unverfügbar. Also etwa bei uns: In welcher Stimmung werden wir die runden Geburtstage feiern? Wer wird dabei sein können und wer auch nicht? Bei welchem Wetter wird die Hochzeit stattfinden? Je mehr geplant wird, desto deutlicher wird auch: Vieles bleibt auch bei bester Planung offen.

Und ehrlich gesagt ist das doch gar nicht so schlecht. Denn das Wichtigste, das, was ein Fest im Kern schön macht, ist doch eine Sache des Herzens, der Präsenz, des Momentes. Alles, was organisiert wird, kann dafür nur den Rahmen bieten. Eine Geburtstagsfeier wie eine Hochzeit, eine Taufe, ein Jubiläum oder ein anderer schöner Anlass lebt davon, dass sich Menschen miteinander und aneinander und füreinander freuen. Dass Menschen sich freuen, einander zu kennen, gemeinsam Wege zu gehen, zueinander zu gehören. Und dass sie das dann miteinander feiern und vor Gott bringen wollen. Im schönsten Fall kann einem bei solchen Gelegenheiten und auch schon bei den Planungen bewusst werden, wie viel Grund zur Dankbarkeit doch besteht angesichts von Familie, Freunden und Freundinnen, guten Kolleginnen und Kollegen.

Ich habe das gespürt, als ich an die Save-the-date-Karten für meinen Geburtstag ging. Da wurde mir bewusst, wie sehr ich getragen werde. Und wie ich leben darf von der Freundlichkeit und dem Vertrauen, auch von der Geduld und der Fehlerfreundlichkeit vieler Menschen, privat und beruflich. Und dass ich zehre von den Gaben, die Gott mir geschenkt hat und die ich in Beruf und Freizeit einsetzen darf. Es ist kein Luxus, sondern wichtig für den eigenen Lebensweg, ab und zu nachzudenken über die Menschen und die Dinge, für die ich dankbar bin.

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