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Kirche in WDR 4 | 28.12.2020 | 08:55 Uhr

Nachweihnachtliches…

Guten Morgen!

Erinnern Sie sich noch an die Schlagzeilen und Meldungen vor Beginn der diesjährigen Adventszeit: "So wollen die Länder Weihnachten retten." „Können Massentests Weihnachten retten?"

 

Ich finde, das ist eine verkehrte Welt! Es ist ja genau andersherum. Weihnachten erzählt davon, wie Gott die Welt rettet. Mitten im Alltagstrott, bei ihrer Arbeit, erfahren die Hirten: „Euch ist heute der Retter geboren - ein Liebhaber des Lebens. Er lebt die Liebe und findet sich mit dem Tod nicht ab.“ Die Hirten machen sich auf den Weg zum Stall und finden Jesus in der Krippe. Die Botschaft dieses Neugeborenen ist: Gott wird Mensch - ist einer von uns. Er will mit uns zusammen sein und bleiben. Und damit beginnt die Rettungsgeschichte, die Christinnen und Christen Weihnachten nennen.

 

Nun sind unsere Weihnachtsfesttage vorbei, aber das, was damals an der Krippe in Gang gekommen ist, setzt sich fort. Ich möchte heute einen Blick auf das Ende der Weihnachtsgeschichte werfen. Von den Hirten, die den Weg zur Krippe, zum neugeborenen Jesus, gegangen sind wird folgendes erzählt: „Und die Hirten kehrten wieder um, priesen und lobten Gott für alles, was sie gehört und gesehen hatten, wie denn zu ihnen gesagt war.“ (Lukas 2,20) Die Hirten gehen wieder in ihren Alltag zurück: in Lebens- und Arbeitsbedingungen, die wenig menschenfreundlich sind. Es gibt eine schlechte Entlohnung und keine geregelten Arbeitszeiten. Ihr Beruf ist im ländlichen Palästina zwar systemrelevant, aber honoriert wird das nicht

Ihr Besuch an der Krippe, ihre Begegnung mit dem Menschgewordenen Gott, das wirkt wie eine kurze weihnachtliche Unterbrechung. Das kennen wir von den Feiertagen, die unseren Alltag unterbrechen. Nach den Feiertagen ist er dann wieder da, der Alltag.

 

Doch was die Hirten in dieser Weihnachtsnacht erleben, verändert sie.

Sie gehen nicht einfach wieder zur Tagesordnung über. Sie nehmen ein wertvolles Geschenk von der Krippe mit. Sie haben von den Engeln gehört, wie Gott ihnen verspricht: „Fürchtet euch nicht!“ Und dann stehen sie da und schauen auf Jesus, Gottes Sohn. Verletzlich und kräftig zugleich. Ergriffen stehen sie da. Still. Andächtig. Denken und Fühlen werden tief im Innern eins. Eine Glaubensgewissheit steigt in ihnen auf: Gott ist einer von uns. Von ihm trennt mich nichts. Kein Wort, das ich sage; keine Tat, die ich tue und keine Situation, die ich erlebe. Gott gibt mich niemals auf. Er hält die Hoffnung wach – im Leben der Hirten und in meinem, in unserem Leben.

 

Eine erholsame und schöne nachweihnachtliche Zeit wünscht Ihnen Präses Manfred Rekowski aus Wuppertal.

 

 

Redaktion: Landespfarrerin Petra Schulze

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