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katholisch

Kirche in WDR 4 | 18.03.2021 | 08:55 Uhr

Traumhaus

 

„Eigentlich müssten wir ganz neu lernen und begreifen, was Glauben meint und ist!“

 

Dieser Satz stammt von einem Mann – weit über 70 Jahre alt – der sich seit zig Jahrzehnten in seiner Gemeinde engagiert und eigentlich im katholischen Glauben so was wie eine echte Heimat gefunden hat.

Und so jemand hat das Bedürfnis, seinen Glauben zu hinterfragen und neu zu definieren?!

Ich war baff. Und gleichzeitig auch wirklich froh, denn ich glaube, dass genau das dringend notwendig ist, wenn der Glaube auch in der Zukunft noch eine Rolle spielen soll.

Sein Satz ließ mich nicht los und immer wieder begegne ich Menschen, die – so wie er – seit wirklich vielen Jahren mit dem christlichen Glauben vertraut sind, und die dennoch spüren, wie leer und hohl der Glaube für sie an manchen Stellen tatsächlich geworden ist!

Ein Vergleich hilft vielleicht – und er passt auch ganz gut zu dem Thema „Heimat“:

Ich vergleiche mal den Glauben mit einem Haus, das mir wirklich gefällt und in dem ich wohne. Und so ein Haus bietet mir – wie mein Glaube einiges: Heimat, da kenne ich mich aus, das bietet mir Schutz und Geborgenheit. Dort erlebe ich Gemeinschaft, dort lache und feiere ich genauso, wie ich mich auch manchmal traurig zurückziehe. Und weil ja auch meine Adresse in meinem Pass steht, hat mein Haus, in dem ich wohne, auch etwas mit meiner Identität zu tun.

Mein Glaube ist also sowas wie mein Zuhause. Heimat eben.

Und genau dieses Haus will dieser Mann jetzt mal unter die Lupe nehmen.

Er will schauen, wo Wände eingezogen wurden, - vielleicht mit dem Hinweis, dass sie absolut wichtig für die Statik des Hauses sind! Und jetzt merkt er:

Stimmt gar nicht, die können weg, weil sie überhaupt nicht für die Stabilität seines Glaubenshauses wichtig sind, sondern nur das Raumklima versauen.

Die Leichen, die im Keller liegen, will er rausschaffen, weil die stinken und gehören vernünftig aufgeklärt, betrauert und begraben.

Die Einrichtung will er auf seine Bedürfnisse hin überprüfen, denn immerhin wohne ich mit 30, 40 oder eben 70 Jahren nicht mehr in meinem Kinderzimmer. So, wie sich mein Leben weiterentwickelt, muss mein Glaube auch mitwachsen können.

Frische Luft will er reinlassen und die schimmligen Ecken sanieren, weil gesund sind die nicht, genauso, wie manche Ideen, die es im Kontext des Glaubens gibt, einfach nur krank machen.

Ich bewundere diesen Mann. Denn: Vertrautes verändern braucht auch Mut. Renovieren – also: „wieder neu machen“ – ist aber manchmal absolut wichtig.

Ich bin mir sicher: wenn der Glaube auch in der Zukunft noch eine Relevanz haben will, müssen wir Renovieren, damit er das sein kann, was er sein will:

Wie ein Haus, das mir Heimat bietet, in dem ich gerne wohne und lebe.

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