Aktuelles

Beiträge auf wdr4 

evangelisch

Kirche in WDR 4 | 20.11.2019 | 08:55 Uhr

Neues Leben

Guten Morgen!

Heute am Buß- und Bettag darf man Schule schwänzen und bei der Arbeit fehlen - wenn man in dieser Zeit einen Gottesdienst besucht. So ist es geregelt, auch wenn der Buß- und Bettag vor über 20 Jahren als gesetzlicher Feiertag abgeschafft wurde. In einigen süd- und ostdeutschen Bundesländern ist der Buß- und Bettag sogar ein stiller Feiertag. Dort gilt bis heute das sogenannte Tanzverbot.

Besondere Tage für Buße und Gebet gibt es schon sehr lange. Die Römer hatten solche Tage, um ihre Götter gnädig zu stimmen. Im Mittelalter gab es Bußtage, um Katastrophen abzuwenden. Den ersten evangelischen Bußtag hat 1532 der Kaiser angeordnet, um den drohenden Krieg mit den Osmanen abzuwehren. Während des 30jährigen Krieges gab es viele Bußtage. Die Menschen mussten in dieser Zeit viel leiden und hofften, durch Buße und Gebet ihr Schicksal zu wenden.

Heute ist der evangelische Buß-und Bettag ein Tag zum Innehalten: selbstkritisch über das letzte Jahr nachdenken. Unter neuem Vorzeichen nach vorn schauen. Im Gottesdienst kann ich mir die Zeit und Ruhe nehmen, die ich brauche. Dass solches Innehalten vieles ändern kann, davon berichtet schon das Buch Jona im ersten Teil der Bibel. Jona bekommt von Gott den Auftrag, nach Ninive zu gehen. Die Menschen dort sind schlecht und Jona soll ihnen predigen, dass Gott die Stadt zerstören wird.

Sprecher: Jona ging in die Stadt hinein, und nachdem er einen Tag lang gelaufen war, rief er: „Noch vierzig Tage, dann legt Gott Ninive in Schutt und Asche!“ Da glaubten die Einwohner von Ninive an Gott. Sie beschlossen zu fasten, und alle, von den einflussreichsten bis zu den einfachen Leuten, zogen als Zeichen ihrer Reue Kleider aus grobem Stoff an. Auch dem König von Ninive war Jonas Botschaft ausgerichtet worden. Er stieg von seinem Thron und legte sein Herrschergewand ab. Stattdessen zog er ein Bußgewand an und setzte sich in die Asche. Gott sah, dass die Menschen von ihren falschen Wegen umkehrten. Da taten sie ihm leid, und er ließ das angedrohte Unheil nicht über sie hereinbrechen. (Jona 3,4-6.10, Hoffnung für alle)

Jona rettet die Menschen von Ninive, indem er ihnen aufzeigt, dass sie auf dem falschen Weg sind.

Wenn wir gedankenlos sind und nicht merken, dass wir Fehler machen oder anderen wehtun, dann brauchen wir jemanden wie Jona, der uns darauf hinweist. Buße tun kann heißen, aufmerksamer zu werden.

Wo habe ich andere schlecht behandelt, vielleicht nur weil ich im Stress war? Kann ich weniger Fleisch essen oder weniger fliegen, der Umwelt zuliebe? Und dann sind da noch die vielen Sünden, die ich an mir selber tue. Oft weiß ich ja selbst am besten, dass vieles in meinem Leben mir nicht gut tut. Ich handele nur aus Pflichtgefühl oder weil ich es anderen recht machen will. Aber ich kann mich nicht aufraffen, etwas zu ändern. Der Buß- und Bettag gibt mir die Möglichkeit, hier den ersten Schritt zu wagen. 

Einen aufrüttelnden Buß- und Bettag wünscht Ihnen,

Ihre Mareike Heidenreich aus Münster.

 

Redaktion: Landespfarrerin Petra Schulze

katholisch
Abspielen
evangelisch
Abspielen
evangelisch
Abspielen
evangelisch
Abspielen
evangelisch
Abspielen
evangelisch
Abspielen
evangelisch
Abspielen
evangelisch
Abspielen
evangelisch
Abspielen
katholisch
Abspielen
katholisch
Abspielen
katholisch
Abspielen
katholisch
Abspielen
katholisch
Abspielen
katholisch
Abspielen
katholisch
Abspielen
evangelisch
Abspielen
evangelisch
Abspielen
evangelisch
Abspielen
evangelisch
Abspielen
evangelisch
Abspielen
katholisch
Abspielen
katholisch
Abspielen
katholisch
Abspielen
katholisch
Abspielen
katholisch
Abspielen
katholisch
Abspielen
katholisch
Abspielen
katholisch
Abspielen
evangelisch
Abspielen