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Kirche in WDR 4 | 15.05.2020 | 08:55 Uhr

Nur zesammen sin mer Fastelovend

Nur zesamme sin mer Fastelovend: Nur zusammen sind wir Karneval, so lautet das Motto des Karnevalszuges im nächsten Jahr 2021 in Köln. Warum ist das ein guter Satz gerade jetzt, obwohl an Karneval und Menschenversammlungen immer noch nicht zu denken ist? Weil das Motto deutlich macht, was nun angesagt ist: Zusammenhalt, gegenseitige Verantwortung, Solidarität.

Solidarität kommt vom Lateinischen: solidum dare. Für den andern eintreten, für ihn bürgen. Die Bürgin oder der Bürge trägt also die Last der oder des anderen. Die Gesunden die Last der Kranken, die Reichen die Last der Armen.

Es ist eine Chance für unsere Gesellschaft, wie wir mit dem Virus umgehen. Hält das soziale Netz? Geben wir den Kranken eine Chance?

Es sieht ja gut aus. Nicht nur unsere Bundeskanzlerin und Gesundheitsminister Spahn beschwören den Zusammenhalt. Auch der Landrat des Kreises Heinsberg hat die goldrichtigen Worte und Wege gefunden. Für mich ein "Local Hero“ ein lokaler Held. Hier stimmt das Motto des diesjährigen Karnevalszuges in Köln: "Datt Hätz schleiht em Veedel", das Herz schlägt im Wohnviertel.

Was heißt das praktisch? Wer in Quarantäne leben muss, erfährt die Hilfe der Nachbarn. Sie kaufen für ihn ein und stellen die Sachen vor die Tür. Über die sozialen Medien sprechen die Menschen mit den in Quarantäne Lebenden.

Der Phantasie der Solidarität sind keine Grenzen gesetzt! Vielleicht spielt jemand Schach mit einem Menschen, der zu Hause bleiben muss, über das Internet. Gerade im Internet hat es in den letzten Wochen so viele tolle Aktionen gegeben, die gezeigt haben: wir treten füreinander ein. Wir lassen keinen hängen. Und das durchaus fröhlich – und mit Spaß an der Freud. Gemeinsame Verantwortung und Zusammenhalt machen nämlich Freude. Das ist meine Erfahrung hier im Köln Höhenberg-Vingst, einem der ärmsten Stadtteile von Köln. Hier schaffen wir nie etwas alleine, sondern immer nur zusammen.

"Datt Hätz schleiht em Veedel". Also birgt die Krise auch eine Chance! Dass wir entdecken, wie sehr wir aufeinander angewiesen sind.

Mit den Schulkindern mache ich gerne einen Test im Unterricht: Wer hat heute schon für uns gearbeitet. Sie kommen immer auf über 30 Menschen. Der Bäcker für die Brötchen, die Hausmeisterin für die Heizung, die Mutter für das Aufwachen, der Mensch im Klärwerk für die Toilette. Auf solch jecke Ideen kommen die Kinder immer. Hoffentlich wir auch!

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