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Sonntagskirche | 27.12.2020 | 08:55 Uhr

Open up!

Guten Morgen an diesem Sonntag nach Weihnachten. Das ging mal wieder schnell. Schon ist es wieder vorbei - das Fest. Weihnachten liegt hinter uns, doch die Krippe ist noch warm. Alles leuchtet noch nach. Im Stall kommt die heilige Familie sicher jetzt erst zur Ruhe, genau wie wir. Das Kind schläft. Engel und Hirten sind weitergezogen, der Besuch der heiligen drei Könige kommt erst im neuen Jahr. Und dazwischen nun: Zeit zum Nachspüren.

Was war das für ein Jahr! Unglaublich. Eins zum „Aus dem Kalender streichen“. Ein seltsam stilles Jahr. Auf Abstand. Wenig Begegnung. Noch weniger Berührung. Stattdessen: Sehnsucht. Nach entspanntem Lachen mit Freunden und Familie. Einander in den Armen liegen; ein spontaner Besuch zum Kaffee. Mal eben zur Oma ins Altenheim. Ein Wochenendausflug ans Meer.

 

Eben noch ging das alles. Es war nicht mal besonders, nur einfach „normal“. Normal bis wir alle im März ein neues Wort mit „C“ lernten. Und danach noch viele weitere Wörter, die vor einem Jahr noch völlig unbekannt waren: Mund-Nasen-Schutz, Lockdown und Reproduktionszahl; Ansteckungskette und Zoom-Konferenz.

 

Normalerweise nehme ich mir „Dinge“ vor fürs neue Jahr. Doch dieses Mal wünsche ich mir Wörter, neue Wörter für 2021, schöne Wörter mit schönen Dingen:

Ich möchte: ein „Open-Up“ nach dem „Lock-Down“. Dass wir den Kopf wieder heben und Türen wieder öffnen dürfen. Könnten wir das Wort bitte vielleicht neu haben fürs neue Jahr, das „Open-Up“? Selbst wenn wir die heiligen drei Könige noch nicht werden hineinbitten dürfen - zu viele Personen aus zu vielen Haushalten, sorry - aber: mit dem Open-Up könnten wir doch schon anfangen. Allein schon fürs Gefühl mal die Richtung ändern – das ist mir wichtig: Lockdown, alles runterfahren, das ist gut und richtig. Aber mittendrin will ich nun meinen Geist neu öffnen dürfen. „Open-Up“, mich öffnen nach oben, die Arme ausbreiten, Herz und Seele wieder auf Empfang stellen. Und wenn die Querdenker dieser Welt das noch mit ihrem Verstand täten - das wäre einfach wundervoll.

2020 lässt sich nicht schönreden. Wir werden nie mehr vergessen, was ein Lockdown ist, schätze ich, innerlich wie äußerlich.

 

Aber ich möchte dem etwas entgegensetzen: Ich möchte offen bleiben für Hoffnung auf Gutes und Neues. Und ich lade Sie ein, 2021 mit einem Gebet zu begrüßen. Für mich ist es eines der schönsten uralten Gebete. Es ruft mich ins Vertrauen auf Gott und öffnet mein Herz, meinen Geist und meinen Verstand nach oben zum Himmel.

 

Mein Open-Up für 2021: „Gott ist mein Hirte. Mir wird es an nichts fehlen. Er leitet mich zu kühlen Wasserstellen. Dort erfrischt er meine Seele. Und muss ich durch ein finsteres Tal, fürchte ich keine Gefahr. Denn Du, Gott, bist an meiner Seite. Amen.“ (nach Basisbibel, Psalm 23 in Auswahl).

Ich wünsche Ihnen einen gesegneten Start ins neue Jahr!

 

 

Redaktion: Landespfarrerin Petra Schulze

 

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