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Kirche in WDR 2 | 29.05.2020 | 05:55 Uhr

Pfingsten in Corona Zeiten

Das steht zwar nicht genauso in der Bibel. Aber: Vor Pfingsten gehen die Jünger Jesu in Quarantäne. Zusammen mit Maria, der Mutter Jesu, seinen Brüdern und einigen Frauen steigen sie für 9 Tage in ein "Obergemach", wie es in der Bibel heißt. Sie sind also isoliert, wie so viele in Corona-Zeiten.

Warum machen sie das?

Die Apostelgeschichte schildert den Grund. Der auferstandene Christus wird vor den Augen der Jünger in den Himmel emporgehoben. Das haben wir letzte Woche an Christi Himmelfahrt bedacht. Nun kommen, so berichtet es die Apostelgeschichte, zwei Gestalten in weißen Gewändern und sagen: "Dieser Jesus, der von euch ging und in den Himmel aufgenommen wurde, wird ebenso wiederkommen, wie ihr ihn habt zum Himmel hingehen sehen".

Unglaublich!

Denn die Jünger denken natürlich: Aus den Augen, aus dem Sinn!

Nun kommt also die Krise. Sie laufen nicht auseinander wie nach dem Tod Jesu, sondern gehen in Quarantäne ins "Obergemach", wo sie die neun Tage isoliert verharren. Hieran erinnert der Brauch der Novene, ein neuntägiges Gebet vor Pfingsten mit der Bitte um den Heiligen Geist.

Pfingsten dann die wunderbare Erkenntnis: Es gilt nicht "Aus den Augen, aus dem Sinn", sondern "Aus den Augen, IN den Sinn"!

Es geschieht ein Wunder der Kommunikation. Die Jünger reden in vielen verschiedenen Sprachen, als der Geist Gottes sie im Sturmwind umtost und sich auf jeder und jedem von ihnen eine Feuerzunge niederlässt. Menschen aus vielen Sprachen sind versammelt, die Bibel zählt sechzehn Länder auf. Alle können sie verstehen. Das Sprachenwunder, gelungene Kommunikation! Manche spotten aber auch und sagen: "Die sind vom süßen Wein betrunken". Nun ergreift Petrus das Wort. Der eher Ungebildete kann sich allen verständlich machen und schildert in einer langen Rede das Heilswirken Gottes. Sein letzter Satz: "Gott hat ihn zum Herrn und Messias gemacht, diesen Jesus, den ihr gekreuzigt habt".

Wie kann uns die Pfingstgeschichte in Corona-Zeiten helfen?

Wir haben wie die Jünger die Quarantäne erlebt. Wir hoffen wie sie auf gute Kommunikation, um gemeinsam einen Weg aus der Krise zu gehen. Wir halten zusammen, wie die Jünger. Wir sehen das Licht am Ende des Tunnels. Das wünsche ich uns allen, gerade jetzt zu Pfingsten!

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