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Kirche in WDR 4 | 04.05.2019 | 08:55 Uhr

Kinoverkündigung

Schätze bei Gott sammeln

Wie schnell vergeht die Zeit, wenn man Kinder größer werden sieht! Ruckzuck sind die lieben Kleinen erwachsen, gehen ihre eigenen Wege. Das zu akzeptieren, damit tun sich manche Eltern schwer, auch Madame Claire. Sie ist die Hauptfigur des Films „Der Flohmarkt von Madame Claire“, der seit Donnerstag im Kino läuft.  

O-Ton Nein, geh noch nicht, Martin. Du fehlst mir so. Wie geht’s Dir, mein Liebling. – Gut. Ich fühl mich wohl, da wo ich bin. Auch wenn Du was anderes denkst. Es ist schön. – Wirklich? – Ja. Du musst loslassen, Maman. Verstehst Du? – Ich muss loslassen.

Loslassen? Die alte Dame fühlt sich von ihren Kindern verlassen. Sie lebt allein in dem großen Landhaus, wo einst die ganze Familie zuhause war. Hier stehen tausend Dinge, die an diese Phase erinnern. Doch mit den Jahren muss Madame Claire feststellen, dass ihre Erinnerungen mehr und mehr verblassen. Und eines Tages ist sie plötzlich überzeugt davon, dass nun ihr letzter Tag auf Erden ist. Bevor sie stirbt, will sie noch schnell ihr Hab und Gut verkaufen.

O-Ton Wieviel wollen Sie für den Schreibtisch? – Zwanzig Euro. Das ist eine sehr gute Wahl. Mein Urgroßvater hat ihn 1920 gekauft von Baron de Malvraix. Aber Sie müssen ihn gleich mitnehmen. Ich will nämlich alles los werden.

Möbel, Wandbilder, Dekorationsartikel – alles gibt Madame Claire frei. Bücher, Münzsammlungen, auch ganz persönliche Dinge wie die Fotoalben der Familie. Als Tochter Marie das mitbekommt, ist sie entsetzt:

O-Ton Was machst du da? Wieso hast du alles rausgestellt? Was ist in dich gefahren? Brauchst du Geld? – Hör zu meine Liebe: Du kannst mich nicht daran hindern, zu verkaufen, was ich verkaufen will. Sag mir was los ist! – Naja, es ist mein letzter Tag. – Dein letzter Tag wovon? – Von meinem Leben, mein Liebling!

Alte Menschen können schon irgendwie sonderbar sein, auch im wirklichen Leben. Aber was sagt mir dieser Film? Wenn ich aufräume und ausmiste, tut mir das gut. Wie mag das auf meinem letzten Weg sein? Reist es sich dann auch besser mit leichtem Gepäck? Madame Claire glaubt das wohl.

Und was sagt Jesus dazu? Er warnt davor, im Leben nur Besitz anzuhäufen. Stattdessen rät er, Schätze bei Gott zu sammeln (vgl. Lk 12, 15-21). Also Gutes zu tun und Gottes Gebote einzuhalten. Zum Beispiel: Du sollst Vater und Mutter ehren (vgl. 2 Mose 20,12). Was das heißen kann, zeigt der Film nur in Ansätzen. Tochter und Mutter kommen hier nach Jahren völliger Funkstille wieder miteinander ins Gespräch. Das weist schon mal in die richtige Richtung, finde ich.

O-Ton Was machst Du? – Ich warte, mein Liebling, ich warte. – Worauf wartest Du? – Ich hab’s Dir gesagt. Es geschieht heute Abend. Ich werde endlich erfahren, was danach passiert. – Du machst keine Dummheiten! – Aber nein, ich versprech’s Dir!

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