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Sonntagskirche | 09.02.2020 | 08:55 Uhr

Räume-deinen-Computer-auf-Tag


Vor einiger Zeit habe ich mir einen neuen Laptop gekauft. Der alte hatte es einfach nicht mehr gebracht. Das Arbeitstempo ähnelte dem einer Schnecke, die Festplatte ratterte in störender Lautstärke vor sich hin. Es machte keinen Spaß mehr. Ein neuer Computer war schnell gekauft. Aber dann kam für mich die Herausforderung: Der Umzug. Alle Daten, Emails, Fotos und Programme mussten ja von der alten Festplatte auf die neue kommen. Ich hatte eigentlich vor, diese Aufgabe vertrauensvoll dem Fachmann im Laden zu überlassen. Aber: Schon bald kam die Ernüchterung. Der freundliche Mitarbeiter attestierte es mir geradeaus ins Gesicht: „Sie haben da einen Saustall angelegt“. Und in der Tat: Ich hatte in den letzten Jahren meine Daten mehr schlecht als recht abgelegt. Selbst ich fand mich manchmal nicht mehr zurecht und genau das ärgerte mich ja auch am Ende. Es half nichts: In stundenlanger Arbeit habe ich halbwegs Ordnung geschafft. Ich habe tausende Fotos nach Daten sortiert, Dokumente geordnet und unbrauchbares gelöscht. Ich persönlich wäre ohne den Druck einfach nicht von selbst auf die Idee gekommen. Und nun habe ich natürlich Vorsätze, dass mit dem neuen PC alles besser wird. Allerdings bin ich auch ehrlich zu mir selber: Ich befürchte, es gelingt mir nicht.

Übrigens: morgen ist es wieder soweit: der Räume-Deinen-Computer-auf-Tag findet jährlich am 10. Februar statt. Hätte mich die ermahnende Botschaft dieses Tages doch schon eher behelligt!  Dann an diesem Tag gilt es, den Computer oder Laptop aufzuräumen. Da geht es darum, Überflüssiges zu löschen und erhaltenswertes sinnvoll zu strukturieren und sortieren.

Ich gebe eigentlich nichts auf solche Tage und lasse mir ungerne etwas verordnen. Schon gar nicht das Ordnung halten und aufräumen! Daran wird auch dieser Tag nichts ändern, fürchte ich! Trotzdem weiß ich ja irgendwie um diese Schwachstellen und Macken in meinem Leben. Vielleicht zieh ich mir den Schuh auch gerade deshalb so ungerne an. Ich selber leide ja am meisten darunter, wenn das Durcheinander, die Unordnung und das Chaos mal wieder Überhand gewinnen. Das gilt für meinen Laptop, aber auch für mein Leben. Du kommst einfach im Alltag kaum dazu, mal den Stecker zu ziehen und die Dinge in Ruhe zu ordnen. Und dann kommt vielleicht so ein Tag ganz recht. Er erinnert mich daran, meine Festplatte nicht voll zumüllen und das werde ich auch heute direkt mal überprüfen. Auf der anderen Seite will ich versuchen, mir solche Aufräumtage im jungen neuen Jahr immer mal wieder zu gönnen. Das wird herausfordernd genug, befürchte ich. Was beim Computer noch funktionieren kann, wird im Leben sicher um einiges schwerer. Hier gilt eben nicht rigoros: „Alles, was nicht genutzt wird, fliegt raus.“ Ich merke: Ich muss da genau hinsehen. Es gibt oft kein schwarz-weiß-Denken. Ich muss die Geister unterscheiden. Was hilft, was hindert? Was gibt Energie und was ist Energiekiller?

Vielleicht hilft dabei dieses Gebet ganz gut:

„Gott, gib mir die Gelassenheit,

Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann,

den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann,

und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.“

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