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Sonntagskirche | 15.03.2020 | 08:55 Uhr

Ruhe

RUHE! RUHE!

Warum schreie ich eigentlich laut um Ruhe, wenn ich es eigentlich leise haben will. Merkwürdig, ich mache genau das Gegenteil von dem was ich erreichen will.

Ich bin laut und möchte eigentlich Stille.

Stille! - Kennen Sie das auch? Dieses Bedürfnis nach Ruhe. Dieses Gefühl, sich selbst nicht mehr hören zu können und nur noch den Lärm um sich herum wahrzunehmen.

Ständig prasseln die unterschiedlichsten Geräusche auf mich ein und dröhnen mir in den Ohren. Bei der Arbeit in der Großküche, zu Hause bei den Kindern, in der Gemeinde bei der ehrenamtlichen Arbeit, im Supermarkt, an der Tankstelle. Wo ist der Ort zu finden, an dem es leise ist, wo ich ruhig werden und aus meinem Alltag ausbrechen kann.

Ein Platz, an dem ich durchatmen und aufatmen kann.

Wo ich auftanken und die Stille genießen kann.
Doch wo gibt es für mich solche Tankstellen? Wo ist für mich solch ein Ort der Ruhe und der Entspannung.

Wo steht für mich die Bank, auf die ich mich setze. Und der Ruhe die Chance gebe, sich in mir auszubreiten.

Ist das die grüne Bank im Wald oder im Stadtpark auf der großen Wiese, wo ich die Vögel zwitschern höre, die Blumen rieche und die Natur spüre. Wo mir die Sonne das Gesicht wärmt und ich die Wolken beobachten kann. Mitten in der grünen Natur.

Oder ist das die Holzbank in der Sauna, wo ich die wohltuende Wärme im halbdunklen Raum spüre, in dem ich durchatmen kann. Die Ruhe hilft mir, mich zu entspannen, und durch die Wärme und das Schwitzen tue ich zusätzlich etwas für meine Gesundheit.

Vielleicht ist es aber auch die große Bank in der offenen Kirche. Hier bin ich eingeladen, mich auszuruhen. Hier kann ich meine Blicke auf Reisen schicken. Den Raum auf mich wirken lassen. Das massive Kreuz in der Mitte, macht mir klar, in welchem Raum ich gerade bin.

Ich habe Zeit, meine Gedanken zu sortieren, Zeit ins Gebet zu kommen und die Stille zu genießen.

Auf Dinge zu hören, die man im lauten Alltag gar nicht mehr wahrnimmt.

Ich bin erstaunt, was diese Ruhe mit mir macht! Wie gut es mir tut, aus dem Krach des Tages rauszukommen. Und dann dieser Satz aus der Bibel, der über dem Chorraum geschrieben steht:

„Wer unter dem Schutz Gottes wohnt, der kann bei ihm Ruhe finden.“ (Psalm 91,1)

Gott lädt mich ein in sein Haus. Lädt mich ein, mir in seiner Kirche einen Platz zu suchen, auszuruhen und aufzutanken.

Suchen Sie Ihren Platz der Ruhe! Nehmen Sie sich Zeit zum Auftanken. Genießen Sie diese Momente.

Ich wünsche Ihnen einen schönen Sonntag. 

Redaktion: Landespfarrerin Petra Schulze

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