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Sonntagskirche | 16.02.2020 | 08:55 Uhr

Schoko-Upcycling


Um diese Jahreszeit fällt mein Blick im Vorratsschrank immer wieder auf die Ecke mit den Süßigkeiten. Da hat sich einmal mehr ein kleiner Bestand an unvernaschten Weihnachtssüßigkeiten angesammelt hat. Nikoläuse, Glocken, Tannenzapfen aus Schokolade. Jetzt wird es langsam Zeit diese Dinge zu verputzen. Ansonsten naht ja auch das Verfallsdatum schnell heran. Außerdem ziehen in einigen Wochen ja schon die süßen Kollegen aus der Osterabteilung dort ein.

Der Blick auf die „Reste vom Fest Weihnachten“ packt mich aber auch jedes Jahr aufs Neue auf einer anderen Ebene. So lange ist das doch jetzt alles noch gar nicht her… und doch gefühlt schon so weit weg. Was bleibt vom „Fest der Feste“? Ich will dann nicht melancholisch werden. Dazu gibt es ja auch keinen Grund. Die Zeit schreitet halt voran; das ist nichts Neues!  Auch 2020 nicht.

Aber: Ich will es dieses Jahr anders anpacken. Und so frage ich mich: Was hat das vergangene Fest für mich besonders gemacht? Es waren doch wieder die Menschen, die mit mir gefeiert haben. Wir haben um den Baum gesessen, die alten Lieder gesunden, ausgiebig gequatscht, gelacht und (ehrlich gesagt) nicht weniger ausführlich geschlemmt. Und dann ging es zurück in den Alltag. Und ich frage mich: Warum hast Du von dieser Stimmung nichts retten können? Warum gelingt es dir nicht deinen Alltag zu einem Fest werden zu lassen? Ein bisschen das Leben versüßen?  Und genau da kommen jetzt meine weihnachtlichen Schokovorräte ins Spiel. Ich glaube, ich werde sie in den nächsten Tagen aus ihrem Lager befreien und die Schokolade einschmelzen. Upcycling heißt das ja jetzt. Abfallprodukte oder scheinbar nutzlose Stoffe in neuwertige Produkte umwandeln. Und da kommt die Schoki gerade recht. Schoko-Fondue, eine leckere Glasur über einen frischen Gugelhupf, eine wärmende Heiße Schokolade, Schokokonfekt oder ein leckerer Topf Schokoladenpudding. Oh, Sie merken, mir fällt viel ein, was man für Schweinereien mit Schokolade anstellen kann. Und noch was nehme ich mir vor: Ich werde das alles nicht alleine tun. Ich lade mir zu diesem Upcycling-Event liebe Menschen ein. Vielleicht genau die, mit denen ich noch an Weihnachten eine tolle Zeit hatte. Während die Schokomänner im Topf vor sich hinschmelzen denke ich mir dann vielleicht: Das alles hat nichts mit Entsorgung und Entwertung zu tun, sondern vielmehr mit Aufwertung. Es liegt oft an mir selbst ob es mir gelingt aus den kleinen und alltäglichen Dingen etwas zu zaubern. Die Entscheidung über die Zukunft meiner Weihnachtsschokovorräte im Februar hätte man ganz pragmatisch treffen können: Bauch oder Tonne! Ich möchte versuchen, in meinen Alltäglichkeiten mehr aus dem zu machen, was mir das Leben so anbietet. Ich möchte mehr upcycling wagen… und nicht nur bei der Weihnachtsschokolade.

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