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Kirche in WDR 2 | 20.11.2020 | 05:55 Uhr

Starkes Fundament in Zeiten der Pandemie

Ich bin Judith Uhrmeister, guten Morgen!

Was ist wichtig im Leben?

Die Frage knallt morgens um 6 Uhr, ich weiß. Aber im Moment habe ich das Gefühl, dass sich nicht von selbst versteht, was wichtig ist.

Es fällt uns als Gesellschaft irgendwie schwer, auf einen Nenner zu kommen. Eine gemeinsame Perspektive zu entwickeln, trotz aller Unterschiede.

Das Ergebnis: Stress. Eine aufgeheizte Stimmung. Machtkämpfe an jeder Ecke.

 

Ich kann das an mir selbst beobachten. Je länger diese Pandemie andauert, desto aggressiver werde ich. Ich bin unruhig und leicht zu reizen, weil es mich total stresst, nicht zu wissen, wie das alles weitergeht, und ab wann ich eigentlich wieder sinnvoll planen kann. Und vor allem: Was mache ich in der Zwischenzeit.

Ist das Leben in der Pandemie ein Leben auf Sparflamme? Nur so halb leben, weil ich nicht machen kann, was ich will, wann ich es will und wie ich es will?

 

Stellt sich die Frage:

 

Was bleibt? Oder genauer: Woran kann ich mich jetzt halten?

Was ist mein Fundament?

Habe ich mein Lebenshaus auf Fels gebaut, und jetzt, wo der Sturm kommt, da haut mich so leicht nichts um?

Oder habe ich auf Sand gebaut, und jetzt, wo der Sturm kommt, da stürzt alles ein?

 

Worauf baue ich?

 

Jetzt kommt, was eine Pfarrerin sagen muss: Ich baue auf Jesus. Das hört sich fürchterlich an, aber es stimmt. Ich baue auf ihn. Und zwar nicht, auf die Ikone Jesus, die als Leiche am Kreuz hängt und mit dem Leben nicht mehr viel zu tun hat. Sondern ich baue auf das, was er über das Leben sagt. Nicht weil er so besonders heilig ist, sondern weil mich überzeugt, was er sagt und was er tut.

 

Zum Beispiel, dass es im Leben darum geht: Glücklich zu werden. Die Kirchen wirken ja manchmal ziemlich spaßbefreit, aber Jesus will, dass Menschen glückselig werden.

 

Und das Glück, von dem er redet, besteht nicht darin, immer machen zu können, was man will.

Sondern sich darauf zu besinnen, was wirklich wichtig ist im Leben:

Glücklichselig sind die, die die Demut vor dem Leben nicht verlieren.

Glücklichselig sind die, die am Leid der Welt nicht vorbeischauen.

Glücklichselig oder glücklich sind die, die sanftmütig bleiben, auch wenn es genügend Grund gibt, sich aufzuregen.

Glücklich sind die Friedlichen, die Barmherzigen. Die, die reine Herzen haben.

(frei zitiert nach der Bergpredigt Mt 5,3-12)

 

Klar: Das alles kann man sich nicht einfach vornehmen und umsetzen und dann sind alle Probleme aus der Welt. Aber darüber nachdenken und sich daran orientieren kann ich. Und dann besteht zu zumindest die Chance, dass sich in mir was bewegt und ich fest stehe, auch wenn es stürmt.

 

 

Redaktion: Pastorin Sabine Steinwender-Schnitziu

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