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Sonntagskirche | 17.02.2019 | 08:55 Uhr

Sternstunde

Guten Morgen aus Marl.

Hier lebe und arbeite ich: in Marl. Eine Stadt im nördlichen Ruhrgebiet. Mein Alltags-Ort. Normalerweise nicht der Rede wert. Denn im Alltag wirft man ja eher selten den Blick auf das Besondere. Dafür gibt es schließlich Urlaub oder besondere Feste, Geburtstage, Hochzeiten oder Weihnachten. Die Werbung weiß das schon lange, lockt uns im Winter mit Sommerurlaubs-Traumzielen und erinnert daran, doch wenigstens zum Valentinstag sein Herz an die Liebsten zu verschenken.

Denn Geld verdient man ja nicht mit Dingen. Geld verdient man mit Träumen und mit dem Bedürfnis, sich etwas Gutes zu tun. Geld ausgeben kann entsprechend auch ziemlich glücklich machen - zumindest, wenn man Geld hat. Und zumindest für den Moment. Und genau das wohl ist der Grund dafür, warum wir unser Heil bisweilen lieber im Shoppingcenter als anderswo suchen und uns kleine Einkäufe selig machen können. Kleine Sternstunden des Glücks. Nicht weltbewegend. Aber für einen Moment wird das Leben etwas strahlender.

Keine Ahnung, ob das Shoppingcenter in meiner besagten Heimatstadt Marl deshalb „Marler Stern“ heißt. Zum jetzigen Charme der in die Jahre gekommenen Bergbaustadt passt dieser Name jedenfalls nicht.

Marl hatte seine Sternstunden in den Siebziger Jahren und leuchtet heute allenfalls durch die jährliche Verleihung des Grimme-Preises über die Stadtgrenzen hinaus. Und doch möchte ich Ihnen erzählen, warum der „Marler Stern“ für mich seit kurzem wieder etwas heller scheint.

Von einer tatsächlichen Sternstunde, die wir als christliche Kirchen in Marl erlebt haben. Und die wir künftig als „Sternmomente“ an die Menschen hier weitergeben möchten.

In einer Zeit von Profit und käuflichen Träumen bekamen wir etwas geschenkt. Wir - das sind die evangelische, die katholische und die Freikirche in Marl. Beschenkt wurden wir von dem Investor, der den „Marler Stern“ wieder zum Leuchten bringen will. Das Geschenk ist ein kostenloses Ladenlokal für die Kirchen mitten in der Einkaufsmeile.

Wir wissen nicht genau, warum. Aber mitten zwischen Einkaufsläden, mitten im Alltag, scheint Glaube mehr Platz zu finden als man ahnt. Zu unserem Gottesdienst mitten zwischen den Geschäften kamen am Buß- und Bettag mehr als 300 Menschen. 300 rote Rosen und reichlich Segen für verliebte Paare verteilten wir vor drei Tagen am Valentinstag.

Vielleicht muss man es wagen, das Besondere mehr in den Alltag einziehen zu lassen. Mitten hinein. Für Momente. Ohne große Erwartungen. Dorthin, wo Menschen das kleine Glück für zwischendurch suchen und nicht die große Erleuchtung.

Wir werden nun testen, ob unsere „Sternmomente“ täglich zur Mittagszeit gefragt sind: Kurze Momente der Ruhe und Besinnung an einem Ort, wo Platz ist für Gespräche zwischen den Alltagsgeschäften. Ich wünsche Ihnen da draußen auch solche Sternmomente in Ihrem Alltag. Vielleicht schauen Sie ja auch mal vorbei in Marl. Schönen Sonntag!

Informationen:

Ein Film über die „Sternstunden-Zeiten“ der Stadt Marl:

„Marl - Versuch einer Stadt“, 1964; Produktion: WDR, Regie: Peter Lilienthal, Buch: Hans Herrmann Köper/ Peter M. Ladiges

Über die Stadt Marl:

https://de.wikipedia.org/wiki/Marl

Über die „Sternmomente“:

www.esm.de

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