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Kirche in WDR 5 | 05.01. 2019 | 06:55 Uhr

„Suche Frieden und jage ihm nach!“

Guten Morgen!

„Suche Frieden und jage ihm nach!“ So lautet das Leitwort der Evangelischen Kirchen für dieses Jahr aus Psalm 34. Deshalb habe ich in der zurückliegenden Woche auf diesem Sendeplatz jeden Morgen über Wege zum Frieden nachgedacht. Da war zunächst Jakob. Jakob, ein Stammvater Israels, konnte sich ohne eine Versöhnung mit seinem Bruder Esau kein neues Leben vorstellen. Der Zorn Esaus war nur zu berechtigt gewesen Schließlich hatte sein jüngerer Bruder Jakob ihn um das Recht des Erstgeborenen betrogen. Der Betrüger musste den Betrogenen um Verzeihung bitten. Gottes Segen gab ihm die Kraft dazu. Jakob kam gut rüber in das neue Leben, in den Frieden mit seinem Bruder.

Wir sind im neuen Jahr angekommen. Ich frage mich: Bin ich gut rüber gekommen? Habe ich die Hoffnung, dass ich selbst im Frieden leben werde und auch die Welt dem Frieden näher rückt? Der Beter des Psalms, aus dem das Jahres-Leitwort stammt, ist überzeugt: Wir können dem Frieden eine Chance geben. Er sagt: „Hüte deine Zunge vor böser Nachrede und deine Lippen vor verlogenen Worten.“ Und: „Halte dich fern vom Bösen und tue Gutes!“ (Psalm34,14) Es ist tatsächlich so: Der Frieden fängt bei mir selbst an. Ganz einfach mit guten und freundlichen Worten und dem Befolgen dieser schlichten Weisheit: Es gibt nichts Gutes, außer man tut es!

Jemand der so lebt, kann mit Fug und Recht ein Ehrenmann oder Ehrenfrau genannt werden. Der „Ehrenmann“ und „Ehrenfrau“ wurden zum Jugendwort des vergangenen Jahres gewählt.

Ehrenhafte Menschen sind nach der Bibel die, die Gott die Ehre geben. Das heißt: Sie öffnen sich für Gott. Sie leben seine seine Güte und Freundlichkeit vor. Ehrenmänner und Ehrenfrauen handeln mitmenschlich.

Sie leben in dem Bewusstsein, dass sie selbst nicht das Maß aller Dinge sind, genauso wenig, wie das eigene Volk einen Vorzug vor anderen hat. Demut ist für sie selbstverständlich, denn sie wissen, nicht nur ihnen, sondern allen anderen gilt Gottes Frieden genauso.

Menschen, die von der Sehnsucht nach Frieden angetrieben werden, werden von Jesus in der Bergpredigt nicht nur Friedensstifter genannt. Ihnen zur Seite treten die Sanftmütigen, denen die Erde gehören wird. Sie haben Zukunft, nicht die Gewalttäter und vom Hass getriebene Menschen.

Sie stellen sich den Lügen und dem Unrecht entgegen: geistesgegenwärtig und mit dem Mut, dafür Nachteile in Kauf zu nehmen. Sanftmut ist nichts für Schwächlinge und Feiglinge.

Das ist der Weg des Friedens. Geduld ist nötig - und die Bereitschaft, auch Rückschläge zu ertragen. Es ist der Weg, den Jesus zeigt. Im Geist seiner Bergpredigt können wir dieses weitverbreitete Gebet mitsprechen:

„Herr, mach mich zu einem Werkzeug deines Friedens,

dass ich liebe, wo man hasst;

dass ich verzeihe, wo man beleidigt;

dass ich verbinde, wo Streit ist;

dass ich die Wahrheit sage, wo Irrtum ist;

dass ich Glauben bringe, wo Zweifel droht;

dass ich Hoffnung wecke, wo Verzweiflung quält;

dass ich Licht entzünde, wo Finsternis regiert;

dass ich Freude bringe, wo der Kummer wohnt.“

(Quelle u.a.: Evangelisches Gesangbuch, Ausgabe RWL, Nr. 830)

Bleiben Sie behütet.

Das wünscht Ihnen Pastor Rüdiger Schnurr aus Siegen.

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