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Kirche in WDR 2 | 25.04.2019 | 05:55 Uhr

Taufe

Joachim: Guten Morgen, mein Name ist Joachim Gerhardt.

Sabine: Schönen guten Morgen, ich bin Sabine Steinwender, und der Kollege, das habe ich vorhin schon gehört bei dem ersten Cappuccino, der will heute unbedingt mit mir über Taufe reden. Ich bin mal gespannt warum.

Joachim: Ja, das ist auch dran. Weil nämlich die Woche jetzt nach Ostern ist eigentlich die Woche der Getauften. Früher sind die Menschen eine ganze Woche lang in weißen Kleidern durch die Stadt gelaufen. Weil sie sich in der Osternacht haben taufen lassen, um den Menschen zu zeigen: Seht an, ich bin getauft, ich bin vergnügt, erlöst, befreit. Daher kommt übrigens auch der „weiße Sonntag“, an dem Sonntag jetzt nach Ostern. Du bist heute aber nicht weiß angezogen, Sabine.

Sabine: Ne. Weiß ist auch gar nicht meine Farbe. Ich bin aber trotzdem getauft.

Joachim: Und? Fühlst du dich ein bisschen erlöst und befreit? Hat die Taufe dir gut getan?

Sabine: Also ich finde diesen Spruch ganz doof „erlöst, befreit, vergnügt“. Das war ja auch der Spruch für unser Reformationsjubiläum. Für mich ist ja die spannende Frage, wie schaffen wir das? So auszusehen? Also, allein die Tatsache, dass wir getauft sind, allein die Tatsache, dass wir das sollten, ja, führt ja nicht dazu, dass wir es sind.

Joachim: Ich glaube, dass die Erinnerung an die eigene Taufe, dass das ´ne Chance ist, sich selbst klar zu machen, welchen Schatz an Hoffnungen und Träumen, Sehnsüchten, auch Glaubensgewissheiten wir mit uns tragen. Das gilt übrigens nicht nur für die getauften Menschen. Ich glaube, für den lieben Gott ist nicht entscheidend, ob Menschen getauft sind oder nicht getauft sind.

Sabine: Taufe ganz konkret, der Schatz der Taufe, worin besteht der für dich?

Joachim: Dass man weiß, ich bin im Leben nicht alleine, egal welche großen Krisen ich erleben werde: Gott lässt mich nicht alleine. Und ich habe einen Auftrag, diesen Schatz in die Welt zu tragen, andere Menschen das spüren zu lassen. Vielleicht nicht mit einem weißen Gewand, wie das die Menschen früher gemacht haben in dieser weißen Woche nach Ostern zum „weißen Sonntag“ hin, aber in der Art wie ich spreche, in dem, was ich tue.

Sabine: Ich versuche gerade, mir dich in einem weißen Gewand vorzustellen.

Joachim: Ne, tu das mal lieber nicht, würde ich sagen.

Sabine: Erinnert mich ja ein bisschen an die Sanyasins in ihren orange farbenen Gewändern

Joachim: .. ein bisschen spooky

Sabine: Ja, aber die hat man wenigsten immer erkannt. Und die haben auch immer gelächelt. Die waren eigentlich immer vergnügt, erlöst, befreit.

Joachim: Aber wäre das nicht toll, wenn man das uns Christen ansehen würde, nicht am weißen Gewand, sondern an der Art, wie wir sprechen, an dem, was wir tun, und merken, diesen Menschen, Sabine dir, mir, Ihnen, ist wichtig, dass Glaube, Hoffnung, Liebe in diesem Leben etwas bewegt. Das wäre doch toll.

Sabine: Vergnügt, erlöst, befreit, wie geht das? Ich muss da immer an unsere Bäckerin denken. Ich weiß gar nicht, ob die an Gott glaubt, aber die strahlt das aus, jeden Morgen ab sechs Uhr schon. – Ja, vielleicht ist das auch für Sie ´ne Chance, diese Woche einfach mal darüber nachzudenken, was Sie ausstrahlen, wenn Sie vergnügt, erlöst, befreit sind. Probieren Sie es einfach mal aus!

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