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Sonntagskirche | 24.05.2020 | 08:55 Uhr

Tiere im Himmel

Guten Morgen!

Sie guckt mich an mit ihren grünen Augen. Verfolgt meine Videokonferenzen oder wenn ich Mittagessen mache. Wenn ich schlecht schlafe, stupst sie mich an oder auch wenn sie Hunger hat. Mit der Pfote, ganz sanft. Sie kann auch ungehalten sein und laut miauen. Meine Katze. Gerade jetzt in dieser Zeit, bin ich sehr froh, dass sie da ist. Und ich vermute, dass es vielen Alleinstehenden mit Haustier so geht. Wenn die Katze plötzlich fangen spielen will oder sich auf die Laptoptastatur legt nach dem Motto: Na los, kraul mich, dann ist das Leben einfach schön. Die Genießerkatze geht ganz im Hier und Jetzt auf und schnurrt oder tollt durch die Gegend.

Wer einen Hund hat und sich kümmert, kommt dazu noch aus der Mietwohnung an die frische Luft. Neulich höre ich im Park eine Hundehalterin telefonieren: „Sag mal, Laura, kommen Tiere eigentlich in den Himmel?“ Wie ist das: Kommen Tiere in den Himmel?

Als Christin denke ich: Tiere kommen in den Himmel, wie immer der aussehen mag. So ganz genau wissen wir ja nicht, was dann auf uns zukommt. Mir gefällt, was Jesus dazu gesagt hat: „Es wird auf jeden Fall ganz anders sein, als auf Erden. Unsere Kategorien zählen dann nicht mehr. Da wird man nicht heiraten oder sich heiraten lassen. Nicht Mann, nicht Frau sein. Alle werden sein wie die Engel im Himmel.“ (Markus 12,18-27) Was heißt das nun für die Tiere: Gott hat sie geschaffen, er hat sie vor Urzeiten in die Arche aufgenommen und vor der Sintflut gerettet heißt es. Und laut dem Propheten Jesaja gibt es in der so genannten neuen Schöpfung - in der Zukunft am Ende aller Zeiten - auch einen Platz für Tiere: `Da werden Wölfe bei den Lämmern wohnen und die Panther bei den Böcken lagern`, steht in seinen Schriften. (Jesaja 11,6)

Der Apostel Paulus schreibt einmal, dass die ganze Kreatur leidet und darauf wartet, einmal von Tod und Vergänglichkeit erlöst und zu einem neuen herrlichen Leben befreit zu werden. `Denn wir sehen ja`, schreibt er, `wie die gesamte Schöpfung leidet und unter Qualen auf ihre Neugeburt wartet.` (nach Römer 8,19-22) Die Menschen sind - das kann man schon im Schöpfungsbericht nachlesen – nach Gottes Ebenbild geschaffen. Sie können sich entscheiden, Gott zu gehorchen oder auch nicht. Das ist ja schon gleich zu Anfang schief gegangen. Was Heil und Erlösung von begangenen Sünden angeht, ist das also ein rein `menschliches` Thema. Doch wenn Tiere auch keine Erlösung von ihren Sünden brauchen, so brauchen sie dennoch Befreiung. Zum Beispiel von Menschen, die sie quälen. Denn am Umgang mit den Tieren zeigt sich auch die Menschlichkeit.

Und mit der ist es oft nicht weit her. Deshalb kann man die alten Ägypter verstehen, die dachten, dass jedes Tier beim Jüngsten Gericht das Recht hat, den Menschen zu verklagen. Übrigens war Martin Luther überzeugt, dass Tiere in den Himmel kommen, so wie sein Spitz.

Luther soll gesagt haben: „Und auch für´s brave Belferlein wird einst ein Platz im Himmel sein.“

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