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Kirche in WDR 3 | 15.07.2021 | 07:50 Uhr

Urlaub, endlich Urlaub

„Urlaub, mach mal Urlaub,

Komm wir packen unsre sieben Sachen
Und wir machen Urlaub, endlich Urlaub,
Denn nach all dem Regen
Will ich endlich Sonne sehen“,

So singe ich vor mich hin, während ich unseren Koffer packe. Manche erinnern sich vielleicht: Diesen Hit hat von Ulla Norden 1981 gesungen.

 

Urlaub, endlich Urlaub – endlich mal wieder den eigenen Ort verlassen, endlich mal wieder raus und etwas anderes sehen. Ich freue mich so! Unser Reiseziel ist nicht exotisch – wir sind noch vorsichtig. Es geht Richtung Norden: zum Radfahren, Spazierengehen, mal eine Tasse Kaffee trinken oder ein schönes Abendessen auf der Restaurant-Terrasse. Ansonsten lesen oder Hörbuch hören in der Ferienwohnung. Während ich unser Reiseziel früher als selbstverständlich hingenommen habe, ist die Freude in diesem Jahr besonders groß. Eben weil mir im letzten Jahr noch deutlicher geworden ist: Nichts ist selbstverständlich. Weder ein gesichertes Einkommen noch die Freiheiten, über die ich gar nicht weiter nachgedacht habe. Auch die Gesundheit habe ich als was Selbstverständliches genommen. In den letzten eineinhalb Jahren bin ich vielen Menschen begegnet, die auch im Nachhinein noch lange mit Covid-19 zu tun hatten. Leider musste ich auch einige beerdigen. Ich bin dankbar, dass die Fälle in meiner eigenen Familie glimpflich abgelaufen sind. In meine Vorfreude mischt sich Dankbarkeit. Dabei geht mir ein ganz anderes Lied durch den Kopf, das Gott besingt: „Danket dem Herrn, denn er ist freundlich und seine Güte währet ewiglich.“ (Die Bibel nach Luther 2017, Psalm 107,1) So heißt es in der Bibel im 107. Psalm unter der Überschrift „Danklied“. Es gibt sicher viel zu beklagen in den letzten eineinhalb Jahren, und viele haben schwer gelitten. Aber für Manches bin ich auch dankbar – gerade, weil ich noch mal neu gespürt habe, wie zerbrechlich das Leben sein kann.

 

Ich bin dankbar, dass das Leben wieder etwas „normaler“ ist, dass wieder mehr Begegnungen stattfinden. Ich freue mich, dass mein Sohn vor den Ferien noch einige Male zur Schule gehen konnte – nichts ersetzt den persönlichen Unterricht und die Gemeinschaft von Gleichaltrigen. Ich habe großen Respekt vor unserer Wissenschaft, der es gelungen ist, in relativ kurzer Zeit so viele Impfstoffe zu entwickeln. Gott hat uns Menschen so viele Talente geschenkt! Ich habe gelernt, vieles mit anderen Augen zu betrachten. Unser einfaches Leben im Dorf hat auch seine guten Seiten. Wenn uns die Decke auf den Kopf gefallen ist, konnten wir in den Garten oder in den Wald gehen.

 

Beim Spazierengehen kam es zu vielen Begegnungen und guten Gesprächen. Besonders auf unserem Waldfriedhof konnte man immer jemanden treffen. Ja, ich bin dankbar. Und ich freue mich, dass wir jetzt in den Urlaub fahren können. „Urlaub, endlich Urlaub, komm wir packen unsre sieben Sachen und wir machen Urlaub…“

Wenn Sie ebenfalls ein schönes Reiseziel vor Augen haben, genießen Sie die Vorfreude.

Ich wünsche Ihnen eine schöne Zeit und kommen Sie gesund wieder.

 


Gott befohlen! Ihre Johanna Krumbach, Pfarrerin in Augustdorf.

  

 

Redaktion: Landespfarrerin Petra Schulze

 

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