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Kirche in WDR 5 | 08.08.2019 | 06:55 Uhr

Verbindlichkeiten

Guten Morgen!

Unverbindlichkeit nimmt mittlerweile viel Raum im Leben ein, ich beobachte das bei meinen Mitmenschen, aber leider öfter auch bei mir selbst. Ich bestelle etwas im Internet – und wenn es mir nicht gefällt, dann schicke ich es zurück. Kostet mich ja nichts. Bloß kein Risiko eingehen, mich nicht festlegen und mir immer noch ein Hintertürchen offenhalten. Das kommt vielen Menschen und ihrem modernen Lebensstil entgegen. Ich sage erst mal unverbindlich zu, bis ich dann vielleicht noch etwas Besseres finde, dann kann ich immer noch etwas anderes machen.

Noch nie gab es so viele Optionen der Lebensgestaltung. Kaum etwas, was man nicht mal machen könnte, um es zwei Minuten später wieder zu verwerfen. Warum auch nicht?

Das, was wegen seiner Buntheit, Pluralität und Möglichkeiten im Freizeitbereich attraktiv scheint, wird in anderen Lebensbereichen komplizierter.

Ich denke da zum Beispiel an den zwischenmenschlichen Bereich. Da kann diese Unverbindlichkeit nämlich richtig wehtun: Wir treffen uns mal! Ich ruf dich an! Und dann: Ach ne, mir ist da etwas dazwischen gekommen. Ein andermal.

Verbindlichkeit erfordert Mut und Klarheit! Das geht los bei Terminabsprachen und setzt sich fort bei ehrlichen Aussagen und Begründungen. Ohne Umschweife jemandem zu sagen, warum ich nicht zu einem Treffen kommen kann oder mehr noch: zu sagen, wer er oder sie für mich ist, wie ich mich zu dieser Person stelle, das ist nicht leicht. Obwohl: Eigentlich nehme ich doch erst dann diese Person ernst.

Ganz deutlich wird das, wenn sich Paare für eine kirchliche Trauung entscheiden. Dann ist Verbindlichkeit gefragt: Sie sagen durch ihr Ja-Wort einander genau das noch einmal in besonderer Weise zu: Ja, ich will dich lieben, achten und ehren, solange ich lebe. Ohne Einschränkung oder Hintertür – verbindlich eben. Natürlich liegt in einer solchen Zusage immer auch ein Wagnis: Denn ich weiß ja nicht, was werden wird.

Warum aber Verbindlichkeiten? Eine verbindliche Zusage macht das Leben verlässlicher, weil ich weiß, woran ich bei dem anderen oder der anderen bin. Verbindlich zu sein, das ist manchmal ganz schön schwer – gerade in Beziehungen. Denn dann heißt das auch, mich zu der Person mit allen ihren Ecken und Kanten zu bekennen: Ja, das ist mein Freund, auch wenn er manchmal etwas besserwisserisch ist. Das ist meine Frau – ich mag sie trotz oder gerade wegen ihrer chaotischen Art.

Verbindlich Stellung zu beziehen fordert übrigens auch Jesus von seinen Freunden ein: Deutlich fragt er sie: Für wen haltet ihr mich? Petrus, einer seiner Jünger antwortet darauf: „Du bist der Messias, der Sohn des lebendigen Gottes.“ Petrus positioniert sich ganz klar und verbindlich; er wägt nicht ab, schränkt nicht ein oder weicht der Frage Jesu aus.

Die Frage Jesu gilt bis heute: Für wen halte ich also Jesus?

Ist er bloß eine historische Person? Ein Wanderprediger, ein Wunderheiler wie viele seiner Zeit, oder eben der Messias, der Sohn Gottes?

Für mich ist Jesus dieser Sohn Gottes, der Garant, dass es am Ende gut wird.

Es grüßt Sie

Meike Wagener-Esser aus Gladbeck



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