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Kirche in WDR 4 | 23.02.2019 | 08:55 Uhr

Vice. Der zweite Mann


„Vice. Der zweite Mann“

Es ist das Jahr 2001. George W. Bush brauht einen Vizepräsidenten. Und Dick Cheney ist sein Kandidat.

Ich will Sie als meinen Vize. Sie sind die Lösung für mein Problem! - Nein!

Vizepräsident ist ein bisschen wenig für Dick Cheney. Ein eher repräsentativer Job. Aber ausschlagen will der machtbesessene Cheney das Angebot auch nicht so einfach.

Vielleicht könnte ich mich ja mit einigen der eher profaneren Aufgaben befassen: die Verantwortung für die Verwaltung, den militärischen Apparat, Energie und Außenpolitik!

Mit anderen Worten: Cheney will in allen entscheidenden Bereichen mitreden oder sogar entscheiden.

“Vice - zu deutsch: Vize. Der zweite Mann”. So heißt der Film über das Leben von Dick Cheney. Seit Donnerstag läuft er im Kino. Cheney wird gezeigt als Getriebener, als Besessener, angestachelt von seiner Frau Lenny, genauso ehrgeizig und zielstrebig.

Die Hälfte des Saals würde gern mit uns tauschen, die andere Hälfte fürchtet uns. Ich weiß, dass George als nächstes dran ist, aber wer weiß schon, was danach ist. - Keiner hat bisher die Welt die wahre Macht eines US-Präsidenten spüren lassen.

"Vice. Der zweite Mann” ist für acht Oscars nominiert worden.

Vielleicht, weil er dem politischen Amerika einen Spiegel vorhält.

Seht! Soweit ist es gekommen. So ist die Verführung der Macht: korrupt zu werden und skrupellos.

Cheney will in “Vice” alles: Der Präsident der Vereinigten Staaten nicht mehr als eine Marionette - und zwar in seinen Händen. Er und sein Team ziehen die Fäden!

Wir alle werden automatisch auf Blindkopie gesetzt, bei jeder E-Mail, die der Präsident empfängt oder sendet. Und wir erfahren von all seinen Terminen in der Sekunde, in der sie gemacht oder geändert werden. - Wir erhalten außerdem das tägliche Geheimdienstbriefing vor dem Präsidenten. So sind wir in den Entscheidungsprozess eingebunden. - Den wir dann beeinflussen!

Macht kann berauschen und zum Selbstzweck werden. Und macht verführt dazu, korrupt zu werden.

Das war schon vor 2000 Jahren so. “Ihr wisst, dass die Herrscher ihre Völker unterdrücken und die Großen ihre Vollmacht gegen sie gebrauchen”, sagt Jesus im Matthäusevangelium (Mt 20,25).

Natürlich weiß auch Jesus, dass es Macht im Zusammenleben von Menschen geben muss.

Aber er ist überzeugt: Macht muss dem Wohl der Menschen dienen, nicht ihrer Unterdrückung.

Und das geht nur, wenn Macht für die, die sie haben, kein Selbstzweck ist.

“Wer bei euch groß sein will, der soll euer Diener sein” (Mk 10,43).

Ein gutes Motto für alle Politiker, aber auch für alle Eltern, Chefs, Wortführer, für ältere Geschwister, für alle Lehrer und Erzieherinnen, für alle Gewerkschaftsvorsitzenden und Fussballtrainer, für Sie und für mich. “Wer bei euch groß sein will, der soll euer Diener sein”.

Also machen wir das jetzt oder was? Können wir anfangen? - Ich hab das Gefühl, das wird was Großes werden!

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