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katholisch

Kirche in WDR 3 | 27.06.2019 | 07:50 Uhr

Vom Leben mit Gott

 

Guten Morgen!

Kennen Sie den Witz: „ Fragt der Sohn den Vater: Papa, wo liegt eigentlich

Afrika?“ Antwortet der Vater: „Frag deine Mutter! Sie hat aufgeräumt.“

Da kann man nur hoffen, dass der Vater nicht richtig hingehört hat oder in Gedanken ganz woanders war. Jedenfalls erhält der Sohn keine brauchbare Antwort. Wird im Gegenteil noch verwirrter.

Warum reizt uns diese Episode zum Lachen?

Weil sie uns spiegelt. Unsere Ausflüchte spiegelt, wenn wir uns nicht auf ein Gespräch einlassen wollen. Unser Verhalten spiegelt, mit dem wir Verantwortung

von uns weisen. Frag doch jemand anderen! Ich bin nicht zuständig! Die Episode spiegelt unsere brüchige Menschlichkeit. Nicht moralisierend, sondern spielerisch, humorvoll.

Dieser Witz provoziert mit seiner Pointe. Sie ist nicht vorhersehbar und das tut gut. Das ist eine überraschende Lockerungsübung für gewohntes, festgefahrenes Denken.

Jesus überrascht vor 2000 Jahren auch immer wieder Menschen in seinem Umfeld.

Er überrascht nicht nur, sondern schockiert und ruft dazu auf, selber Position zu beziehen. Selber Verantwortung zu übernehmen. Er provoziert durch sein Verhalten und durch seine Worte. Ganz selbstverständlich positioniert er sich bei Menschen, die nicht den gesellschaftlichen Idealen entsprechen. Die nicht vor Fitness strotzen und die sich nicht alles leisten können, was sie haben möchten. Die es mit sich selbst und dem Dasein schwer haben. Insgesamt ist Jesus bei all denen, die ihn in ihr Leben einlassen.

Meint ihr, ich sei gekommen, um Frieden auf die Erde zu bringen? Nein, sage ich euch, nicht Frieden, sondern Spaltung, provoziert Jesus vor 2000 Jahren ungewöhnlich scharf. Mitten ins oberflächliche Vorurteilen und Verallgemeinern hinein. Jesus möchte zum Selberdenken aufrufen, zur persönlichen Suche nach Gott. Das gilt genauso für unsere Zeit. Egal, wie der Ehepartner oder die Mutter oder die Menschen am Arbeitsplatz über Gott denken. Egal, ob die eigene Sehnsucht nach Gott von anderen als Schwäche oder Vertröstung belächelt wird. Egal, ob eine Institution wie die Kirche bitter enttäuscht. Jesus ermutigt dazu, sich im persönlichen Glauben an Gott nicht von Gegenwind entmutigen zu lassen. Dafür ist ihm die lebendige Beziehung zu Gott das Wichtigste in seinem Leben und in seinem Sterben.

Dorothee Sölle, Theologin und moderne Mystikerin, greift diesen Appell Jesu auf.

Sie ermutigt in ihren Texten zum Selberdenken, zum Stellungbeziehen, zum entschiedenen Leben mit Gott. Dorothee Sölle schreibt: Mir scheint die oft gestellte Frage: Glaubst du an Gott? meistens oberflächlich. Wenn es nur bedeutet, dass in deinem Kopf ein Extrafach ist, wo Gott sitzt, dann ist Gott keineswegs ein Ereignis, das dein ganzes Leben verändert. Wir müssten eigentlich fragen: Lebst du Gott?

Guter Gott, jeder Tag kann ein neuer Anfang sein,

meine eigene Position zu Dir zu finden und sie zu leben.

Aus Coesfeld grüßt Sie Petra Fietzek




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