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Kirche in WDR 3 | 28.06.2019 | 07:50 Uhr

Vom Wundern

Guten Morgen!

Vor einiger Zeit erhielt ich mit der Post einen Brief von einer jungen Frau.

Sie hatte lange nichts von sich hören lassen. Verzweifelt hatten ihr Worte gefehlt, um ihre Not äußern zu können. In diesem Brief nun tat sie es.

Ich schrieb ihr eine SMS und lud sie für Donnerstagmorgen zu mir ein. Dann fuhr ich mit dem Auto in die Innenstadt.In einer menschenleeren Nebenstraße sah ich plötzlich diese junge Frau.

Sie lief in sich gekehrt und nahm mich nicht wahr. Ich fuhr an ihr vorbei und dachte, dass sie sicherlich bald auf meine SMS antworten würde. Doch an der nächsten Kreuzung kehrte ich intuitiv um, fuhr neben sie und hielt am Straßenrand.

Wir freuten uns über unsere unerwartete Begegnung und ich sagte ihr, dass ich sie gerade per SMS für Donnerstag eingeladen hätte.

Mittags erhielt ich Antwort von einer unbekannten Nummer. Die junge Frau schrieb mir in einer SMS, dass sie meine Nachricht nicht erhalten habe. Ihre Handynummer hatte sich geändert. Doch weil wir uns auf der Straße begegnet waren, wusste sie nun, dass sie kommen konnte.

Nur deshalb. Und deshalb, weil ich mit dem Auto gewendet hatte. Ich lebe jetzt über dreißig Jahre in Coesfeld. Noch nie habe ich diese junge Frau auf der Straße getroffen. Doch genau an diesem Tag war es so.

Das alles ist irgendwie wunderbar. Wunderbar im Zusammentreffen von Zufällen, von intuitiver Reaktion.

Da kann man lapidar sagen: Schwein gehabt! So was gibt’s!

Man kann aber auch eine andere Sichtweise einnehmen.

Albert Einstein hat einmal gesagt:

Es gibt 2 Arten sein Leben zu leben: entweder so, als wäre nichts ein Wunder, oder so, als wäre alles eines. Ich glaube an Letzteres.

Albert Einstein, Nobelpreisträger und Begründer der Relativitätstheorie, war erklärtermaßen kein religiöser Mensch. In Interviews hat er betont, dass er nicht

an einen persönlichen Gott glaubt. Aber er hatte festgestellt, dass sein Verstand Grenzen habe und dass das Leben letztlich ein Geheimnis sei.

Ein Geheimnis, kein Rätsel.

Ein Rätsel kann gelöst werden. Ein Rätsel richtet sich an unser Wissen, an unsere Logik, an unsere Intelligenz. Wenn wir es aufgelöst haben, legen wir den Kugelschreiber aus der Hand.

Ein Geheimnis ist vielschichtiger, undurchsichtiger. Manchmal können wir hinter etwas kommen, was geheim gehalten wurde. Hinter das Geheimnis des Lebens können wir nicht kommen. Jedenfalls nicht im Hier und Jetzt. Das bleibt in der Wolke des Nichtwissens verborgen.

Guter Gott,

Du möchtest mein Vertrauen in das Geheimnis des Lebens.

Du möchtest mein Vertrauen in Dich.

Du setzt Deine wunderbaren Zeichen in meinen Alltag. Mal unscheinbar. Mal offensichtlich.

Worüber werde ich mich heute wundern?

Es grüßt Sie Petra Fietzek aus Coesfeld




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