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Kirche in WDR 4 | 28.06.2021 | 08:55 Uhr

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Von Gott berührt (Jakob und die Himmelsleiter)

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Guten Morgen.

Irgendwo auf seinem Weg zwischen der südisraelischen Wüstenstadt Beerscheba und dem nordmesopotamischen Haran holt ihn die Dunkelheit ein. Er macht sich draußen ein Lager und schläft todmüde ein. Im Traum sieht er eine Leiter, die vom Boden bis in den Himmel hinein reicht. Engel steigen auf und ab auf dieser Leiter. Von ganz oben her spricht Gott ihn an. “Jakob, das Land, auf dem Du liegst, wird Dir gehören. Und Du wirst viele Nachkommen haben. Ich, Dein Gott, werde Dich immer beschützen.“

 

Dieser Traum, der lässt Jakob auch nicht los, als er aufwacht. Er erschauert. Und sagt sich: Hier ist Gott, und ich habe das nicht gewusst. Für Jakob steht außer Frage: Gott kann sich uns auch durch Träume mitteilen. Nie würde er auf die Idee kommen, zu sagen: Das war doch bloß ein Traum.

 

Träume haben eine besondere Würde. Ich schätze Träume. Sie können mit ihrer Energie mein Leben verändern. Sie können mir Hoffnung und Zuversicht für meinen weiteren Weg schenken.

 

Die Geschichte von Jakob und seinem Traum, sie ist schon tausende Jahre alt und in der Bibel aufgeschrieben. Die Leiter steht für eine Verbindung zwischen Gott zu uns Menschen. Auf dem Weg zwischen Himmel und Erde steigen Engel, Boten Gottes, hinunter. Und wieder hinauf. Es ist Gott selbst, der die Entfernung zu uns überbrückt. Uns auf diese Weise berührt. Uns nahe kommt.

 

Eine wunderbare Geschichte, die mich schon so viele Jahre begleitet. Im Kindergottesdienst habe ich sie zum ersten Mal gehört. Das ist wohl jetzt fast 60 Jahre her. Diese Geschichte, sie steht dafür, dass Gott auch mich berührt hat. Und freilich: Ich habe mich berühren lassen. Während ich Ihnen das erzähle, bin ich ein wenig gerührt. Denn: Ich halte das für ein großes Glück in meinem Leben.

 

Weil Gott mich berührt hat, habe ich mich entschieden, mich an ihm fest zu machen. Sich fest machen, das ist eines der hebräischen Ur-Worte, die wir in unserer deutschen Sprache mit „glauben“ übersetzen. Ich habe es in meinem Leben nie bereut, mich an Gott fest gemacht zu haben. So habe ich einen festen Halt. Im Auf und Ab des Lebens.

 

Dieser Halt, der ist eine Geborgenheit, eine feste innere Gewissheit, die sich nur ganz schwer in Worte fassen lässt. Nur eines muss klar sein: Was ich hier mühsam buchstabiere und Gewissheit nenne, das ist keinesfalls zu verwechseln mit Sicherheit.

Sicherheit, die habe ich genauso wenig wie Sie, liebe Hörerin, lieber Hörer. Die hatte auch Jakob nicht, als er sich wieder auf seinen Weg machte. Das Leben bleibt gefährlich und birgt manches Risiko. Und unsere Zukunft, die kennen wir nicht. Weder unsere persönliche noch die unseres Landes, noch die der Welt. Sicherheit gibt es in diesem Leben für uns offensichtlich nicht. Innere Gewissheit, dass ich die Verbindung mit Gott habe, die trägt mich.

 

Gott mit Ihnen an diesem Tag, das wünscht Ihnen Pfarrer Frank Küchler aus Overath.

 

 

Redaktion: Landespfarrerin Petra Schulze

 

 

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