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Kirche in WDR 4 | 31.07.2019 | 08:55 Uhr

Was ist der Mensch?

Guten Morgen!

In diesen lauen Sommernächten sitze ich gern auf der Terrasse und schaue in den klaren Nachthimmel. Es ist schon beeindruckend: Wie viele verschiedene Sterne es gibt – dazu die vielen Planeten und Monde unseres Sonnensystems. Und das ist ja nicht alles; das Weltall beherbergt noch viele andere Sonnensysteme. Unendliche Weiten! Ich kann mir das Weltall in seiner Größe und Weite zwar theoretisch vorstellen, aber wirklich be-greifen kann ich es nicht. Im Angesicht dieser Unendlichkeit komme ich mir dann verschwindend klein und gering vor. Das hat vor vielen tausend Jahren einmal jemand in einem Gebet so beschrieben:

Sprecher: „Gott, wenn ich sehe die Himmel, deiner Finger Werk, den Mond und die Sterne, die du bereitet hast: Was ist der Mensch, dass du seiner gedenkst (…)?“ (Psalm 8,4 – Lutherbibel 2017)

Autorin: Heißt das: Mein Leben ist völlig ohne Bedeutung? Ist der Mensch in dieser Unendlichkeit weniger wert als ein Sandkorn? So ist es wohl nicht. Denn Gott denkt ja an den Menschen. Aber es ist gut zu wissen: Ich bin so ein kleiner Teil der ganzen Schöpfung. Ich brauche mich nicht größer zu machen als ich bin. Ich bin nicht der Nabel der Welt, sondern Teil eines unvorstellbaren Großen und Ganzen. Manchmal kann es heilsam sein, sich und seine Probleme nicht all zu wichtig zu nehmen. „Was ist der Mensch, dass du seiner gedenkst?“ Und doch: Ich suche in der Unendlichkeit der Schöpfung Gottes eine Orientierung, - einen Platz, wo ich hingehöre und mich geborgen fühlen kann.

„Was ist dein einziger Trost im Leben und im Sterben?“, fragt der Heidelberger Katechismus, eine Art Lehrbuch für die Grundfragen des evangelischen Glaubens. Die Antwort lautet:

Sprecher: „Gott bewahrt mich so, dass ohne den Willen meines Vaters im Himmel kein Haar von meinem Haupt kann fallen, ja, dass mir alles zu meiner Seligkeit dienen muss.“ (Heidelberger Katechismus, Frage 1, revidierte Ausgabe 1997, 5. Überarbeitete Auflage 2012)

Autorin: Obwohl Gott die unendlichen Weiten des Universums geschaffen hat, sind wir ihm wichtig. Jeder einzelne von uns. Wir sind eben nicht nur ein verschwindend kleines Sandkorn in den Weiten von Gottes Schöpfung, sondern Gott kennt jeden von uns sozusagen bis in die Haarspitzen hinein. Er kennt unsere Stärken, unsere Fröhlichkeit, unsere Hoffnung – er weiß aber auch um unsere Sorgen, unsere Trauer - um all das, was uns das Leben schwer macht. Er kennt uns und wir sind ihm wichtig. Ich finde das tröstlich. Ich bin nicht allein, sondern Gott begleitet mich und nimmt mich mit all meinen positiven und negativen Gefühlen ernst.

Beim nächsten Blick in den klaren Nachthimmel, will ich daran denken: Es dreht sich nicht die ganze Welt um uns Menschen, aber dennoch hat Gott jeden einzelnen von uns zum Zentrum seines Universums gemacht. 

Gott befohlen! Ihre Johanna Krumbach, Pfarrerin in Augustdorf

Redaktion: Landespfarrerin Petra Schulze

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