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Kirche in WDR 4 | 07.10.2020 | 08:55 Uhr

Was ist Glück?

Guten Morgen.

Es gibt eine Frage, auf die Sie ganz bestimmt nicht mit „Nein“ antworten – nämlich: „Möchten Sie - möchtest du glücklich sein?“ – Ja – wir alle möchten es! Von ganzem Herzen! Und wir tun auch möglichst viel, um ein großes Stück vom Glück zu erhaschen. Doch schon die nächsten Fragen beantworten wir ganz unterschiedlich: „Was verstehst du darunter?“ „Wie wird man glücklich?“ Für die meisten bedeutet Glück die Erfüllung. Sozusagen das höchste Lebensziel. Ein Glücksforscher fasste das einmal so zusammen: „Alle jagen es, nur ein Teil erlangt es, bei noch wenigeren bleibt es.“ Es ist nicht ganz einfach mit dem Glück. Immer schon waren Menschen auf der Suche danach. Es gibt sogar „Glück“ als Schulfach. 2007 wurde es an einem Heidelberger Gymnasium eingeführt. Zahlreiche Schulen folgten diesem Vorbild. Dabei suchen die Schüler Antworten auf vier Fragen: Wer bin ich? Was brauche ich? Was kann ich? Was will ich? Sie lernen Ziele zu formulieren und Wege, wie man sie verwirklichen kann. Ganz wichtig ist dabei: Wie gehe ich mit Niederlagen um. Die Schüler lernen: Niederlagen können eine Chance sein. Ich kann mein Leben gestalten und muss mein Schicksal nicht erdulden.

Glück empfindet der, der für eine Aufgabe brennt. Es sind vor allem Menschen, die einen Sinn in ihrem Leben sehen und gefunden haben. Die sich Zeit und Raum für ihre Ideen und Bedürfnisse nehmen. Und der Sinn erträgt es auch, wenn das Leben aktuell mal keine Freude macht. Und man sich unglücklich fühlt.

Was könnte die christliche Antwort auf die Frage nach dem „wahren Glück“ sein? In der Bibel gibt es hunderte Sätze zu Glück und Unglück. Oft heißt es: „Und der Herr gab Glück zu seiner Reise.“ Jemand macht sich also auf den Weg und Gott gibt das Glück dazu. Sozusagen Glück als ein Geschenk Gottes! Christus beschreibt in der Bergpredigt im Matthäusevangelium wer sich glücklich schätzen kann (Matthäus 5–7). Es sind die Seligpreisungen oder auch Glücklichpreisungen genannt. Sie gehören zum Kern der Botschaft Christi. Wen zählt Jesus dort als glücklich auf? Die Sanftmütigen, die Barmherzigen und die, die Frieden schaffen! Also, Menschen, die empfindsam sind, die barmherzig und gewaltlos sind. Glücklich bin ich nach Jesu Worten, weil ich nicht abgestumpft bin. Weil ich noch etwas merke und spüre. Weil ich den Mut habe, auch einmal sanft zu sein. Weil ich Leiden spüre: Mein eigenes und ebenso das der anderen.

Ich wünsche Ihnen, dass Sie Ihr eigenes Leben annehmen und bejahen können. So wie es ist. Dass Sie zum Besseren verändern, was in den eigenen Kräften steht. Und dass Sie nicht nur einem erträumten Glück hinterher rennen, das wir ohnehin gar nicht zu fassen bekommen.

Mit glücklichen Menschen zusammen zu sein, ist unglaublich wohltuend! Denn glückliche Menschen, die gut für sich selbst sorgen, können auch gut für andere sorgen!

Pater Adalbert Balling formuliert es sehr treffend wenn er sagt: „Glücklich ist, wer sein Glück mit anderen teilt, - wer einen Menschen kennt, von dem er sagen kann: Ich bin froh, dass es dich gibt! Glücklich ist, wer daran glaubt, dass es nie im Leben zu spät ist, neu zu beginnen“.

 

Dass Sie heute Momente des Glücks erleben, wünscht Ihnen Prädikant Werner Brück aus Remscheid.

 

 

Quellen:

Adalbert Ludwig Balling, Lasst uns Liebe leise lernen, Freiburg im Breisgau: Herder, 1994, S. 25.

 

 

Redaktion: Landespfarrerin Petra Schulze

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