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Kirche in WDR 2 | 29.07.2020 | 05:55 Uhr

Welche Geschichte will ich erzählen?

Welche Geschichte will ich erzählen ?

Welche Geschichte will ich, na ja, zunächst mal mir erzählen ?

Davon, wie es denn so geht, zum Beispiel.

Kennen Sie doch – diese einfache Frage: Und – wie geht’s ?

Klar, jetzt gibt es da natürlich den üblichen Antwortkatalog.

Von „muss“, über, „gut, und selbst ?“, bis „joa“, oder „geht so“.

Mal unabhängig davon, ob die Frage: „Wie geht’s ?“ überhaupt als Frage gemeint ist, die auf eine Antwort wartet.

Oder ob es im Grunde eine Fragevariante von „Hallo“ ist.


Immer werde ich gefragt, welche Geschichte, welche Beschreibung ich von mir erzählen möchte.

Tja. Das heißt: Ich muss mich entscheiden. Wie ich die Dinge bewerte.

Ok. Katastrophe ist Katastrophe und Unglück ist Unglück.

Andere Baustelle sozusagen.


Mir geht es um das Alltägliche. Den Sound zwischen den Zeilen.

Es geht mir um die Antwort, die ich gebe, bevor die Frage kommt.


Heute mehr Glückskind oder Pechvogel ?

Ich frage nach „mehr“, nicht nach „entweder, oder“.

Ich frage nach der Richtung, nach der Tendenz. Nicht nach einer in Stein gemeißelten Position.

Welche Geschichte will ich erzählen? Mit welchem Sound, welcher Richtung?

Von meinem Scheitern zu unterschiedlichen Anlässen und in diversen Disziplinen oder vom Gelingen, überraschenden Wundern, geduldigem Hoffen?

Klar: Die Antwort auf die einfache Frage: „wie geht´s“ hängt natürlich auch von der Situation ab, davon wer mir die Frage stellt, von der Tagesform.

Und meiner Bereitschaft in der jeweiligen Situation etwas von mir zu zeigen, oder lieber nicht - was ja durchaus sehr sinnvoll sein kann.

„Wie geht’s ?“ spielt in der gleichen Liga wie „alles ok?“ und „wie ist die Lage?“.

Manchmal sag´ ich: „keine Ahnung“. Und meine das auch so.

Manchmal sag´ ich: „gut“. Weil es gut ist oder ich meine Ruhe haben will.

Manchmal sag´ ich: „na ja“. Und bin gespannt, ob noch ein Gespräch draus wird.


Es ist wie immer:

Alles eine Frage der Beziehung.

Alle meine Geschichten höre ich als Erster in mir.


Eine meiner Geschichten ist, das Gott hört.

Das ich zu Gott beten kann, Gott bitten kann.

Eine meiner Geschichten ist, das Gott mich hört.


Das ich es wert bin, gehört zu werden.

Das meine Geschichte es wert ist, gehört zu werden.

Dass das alte Gebet wirkt:

Die Bitte:

Jesus Christus – erbarme dich meiner.

Nicht ihrer.

Nicht unser.

Meiner.


Gehört, erzähle ich anders.

Weil ich in meinem Leben, wiederfinde, wiederentdecke, gehört zu sein.

In Beziehung zu sein.

Von Interesse zu sein.


Welche Geschichte will ich erzählen?



Redaktion: Pastorin Sabine Steinwender-Schnitzius


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