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Kirche in WDR 3 | 06.03.2020 | 07:50 Uhr

Weltgebetstag der Frauen

Heute ist der Weltgebetstag der Frauen. Frauen in 120 Ländern machen dabei mit. Nicht nur die Ländergrenzen werden für diese Aktion unwichtig; auch Konfessionen spielen dabei keine Rolle. Bei dem Weltgebetstag handelt es sich um die größte Basisbewegung der Christen, die seit über 100 Jahren existiert.

In diesem Jahr haben Frauen aus Simbabwe das Thema ausgesucht. Es lautet: „Steh auf und geh!“ Das Thema geht auf ein Heilungswunder Jesu zurück, der einem Gelähmten genau das sagt (Vgl. Joh 5,8). Darauf steht der Gelähmte auf und ist geheilt.

Die Frauen bei dem Weltgebetstag laden aber nicht nur zum Gebet ein, sondern  unterstützen weltweit Frauen in prekären Lebenssituationen. Die Grundlage dieser besonderen Solidaritätsaktion unter den Frauen folgt dem Slogan: „informiert beten, betend handeln“!

Damit bekommt das Motto eine konkrete Bedeutung für viele Frauen in der Welt: Steh auf aus deiner Lebenssituation, auch wenn du sie als schwierig, als unüberwindbar, als lähmend empfindest. Steh auf und habe Mut, zeig Selbstvertrauen.

Vermutlich kann die Lebenssituation der deutschen Frauen und Mädchen kaum mit den Herausforderungen verglichen werden, vor denen Frauen und Mädchen in Simbabwe stehen.  Aber die Empfehlung „Steh auf und geh“ gilt letztlich allen Frauen, die unterdrückt oder benachteiligt werden – egal was sich auch als Hemmschuh in den jeweiligen Alltag eingeschlichen hat.

Der Psychologe und Überlebende eines KZs, Viktor Frankl sagte einmal: „Wir können kaum steuern, was uns im Leben widerfährt. Aber wir können sehr wohl steuern, wie wir darauf reagieren.“[1]

Es geht darum, mit Scheitern, Tiefschlägen und anderen negativen Erfahrungen positiv, kreativ und Mut machend umzugehen. Man nennt diese Fähigkeit „Resilienz“.

Dieser Begriff kommt ursprünglich aus der Naturwissenschaft. Er beschreibt die Fähigkeit von Werkstoffen und auch zum Beispiel von Pflanzen, die durch äußere Einflüsse ihre Form verändert haben, wieder in die Ausgangsform zurückzukehren. In der Psychologie wird nun damit beschrieben, in welchem Maße Menschen nach problematischen Erfahrungen wieder zu ihrer alten Zuversicht zurückkehren können.

Für mich hat Resilienz was Göttliches. So lese ich es in der Bibel, im Buch der Psalmen: „Gott richtet die Elenden auf“. Das ist das Grundanliegen Gottes: Gebeugte aufrichten, sie zu ihrer ursprünglichen Kraft und Zuversicht zurückbringen.

Allerdings funktioniert das natürlich nur, wenn man auch bereit ist, sich wieder aufrichten zu lassen, also selbst wieder aktiv zu werden. „Schmerz ist unvermeidlich, Leiden ist freiwillig“ sagt der Volksmund.

Dagegen steht das Motto des Weltgebetstages „Steh auf und geh“, resigniere nicht in einer Situation, die dich belastet. Ganz egal, was Dir passiert ist. Gott will, dass Du den Mut hast aufzustehen und weiterzugehen – trau Dich – er ist es, der bei dir ist.

Aus Oberhausen grüßt Sie Ingelore Engbrocks

[1] Timo Purjo, Die Logotherapie von Viktor Frankl: Der Weg zum wertvollen und sinnhaften Leben, 2014.

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