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Kirche in WDR 2 | 22.11. 2018 | 05:55 Uhr

Das Leben ändern

Autorin: Das Leben ändern, haben Sie das auch schon versucht? Ist ja gar nicht so einfach. Anja Georg hat es geschafft. Aber wie ist ihr das gelungen?

Die sportliche Frau nennt gleich drei Gründe. Zunächst persönliche Veränderungen; ihre Tochter wurde selbständiger, der Mann ging in Rente. Dann konnte sie von einer Krankheit geheilt werden, die sie lange eingeschränkt hatte.

O-Ton: Und das was hier bei uns in Buir passiert- rund um Umwelt und Nachhaltigkeit und Umgang mit Ressourcen.

Autorin: Und da passiert viel – denn Anja Georg lebt in einem Braunkohlegebiet. Sie gehört zu den Menschen, die sich wehren. Seit Jahrzehnten. Sie engagiert sich für die Mitwelt und musste doch die Zerstörung hautnah erleben. Dann hat sie eine weitreichende Entscheidung getroffen; dass zu tun, was sie selbst tun kann. Statt mit dem Auto fährt sie seit Jahren mit dem Fahrrad. Bei Wind und Wetter - auch zur Arbeit.

O-Ton: Das sind zwölfeinhalb Kilometer, alleine der Weg morgens macht den Kopf schon frei. Da komm ich schon ganz anders zur Arbeit und ich fange auch freiwillig eine Stunde früher an inzwischen, weil ich einfach morgens Kraft schöpfe aus dem Fahrradfahren.

Autorin: Konflikte vergisst sie beim Fahrradfahren. Was das Radfahren auch mit sich bringt:

O-Ton: Dadurch hab‘ ich viele Menschen kennengelernt, die auch sehr, sehr nachhaltig leben, bewusst leben und den Konsum reduziert haben durch das Fahrrad fahren. Also das war nicht einfach mehr Hobby und Kilometersammeln, sondern das ist eine Lebenseinstellung geworden.

Autorin: Weg vom Auto hin zur Natur, dabei ist ihr klar geworden, wie viel Schönes es gibt und wie viel Schützenswertes, erzählt die Pflegepädagogin.

O-Ton: Ich bin viel, viel aktiver im Bekämpfen von Ungerechtigkeiten geworden, also ich bin politischer geworden. Ich bin nicht mehr so ichbezogen. Ich stell mich in den sozialen Medien der Diskussion auch mit meinem Klarnamen, und sage ganz klar wofür ich bin und wogegen ich bin. Das hat sich wirklich auch geändert, das hab ich früher nicht so gemacht.

Autorin: Immer wieder spricht sie von der Bedeutung anderer Menschen; von der bedingungslosen gegenseitigen Unterstützung in der Fahrrad Community, von ihrem Mann, aber auch von der Kirchengemeinde. Hier hat sie seit langem ein - wie sie sagt - heftiges Ehrenamt als Personalkirchmeisterin, und engagiert sich im Mitweltausschuss. Denn

O-Ton: mit der Evangelischen Gemeinde zu Düren hab‘ ich eigentlich genau die richtige Gemeinde gefunden, die meinem Charakter entspricht, die ist so ein bisschen widerborstig , geht sehr gerne eigene Wege. Wir haben ein Pfarrkolleg, das sich auch mal aus dem Wald tragen lässt bei einer Besetzung. Und das passt einfach zu dem, was ich eigentlich schon immer an Haltung hatte.

Autorin: Auf dem Fahrrad ist sie glücklich, sagt Anja Georg. Und es scheint, als sei sie nicht nur losgefahren, sondern längst auch angekommen.

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