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Hörmal | 26.11.2017 | 07:45 Uhr

Gegen Gewalt an Frauen und Mädchen

Autorin: Seit gestern wehen sie wieder die blau-roten Fahnen an Rathäusern, Schulen und Kirchen. Auf ihnen steht: Frei leben – ohne Gewalt! Seit 16 Jahren ruft der Verein Terre des Femmes einmal im Jahr zu dieser Aktion auf. Sie erinnern damit an den internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen und Mädchen. Von Rumänien, Honduras und Kenia bis nach Israel, Kongo und Burkina Faso wehten schon die Fahnen.

Anne Wizorek ist feministische Aktivistin und Bloggerin. 2013 hat sie den Hashtag #aufschrei initiiert und damit eine heftige Internet-Debatte zum Thema Alltagssexismus ausgelöst. In ihrem Buch „Weil ein Aufschrei nicht reicht - Für einen Feminismus von heute“ beschreibt Anne Wizorek, was für sie wichtig ist:

O-Ton: auf der einen Seite gerade auch Frauenhäuser wieder weiter in den Fokus zu rücken und zu stärken und dafür zu sorgen, dass sie einfach finanziell abgesichert sind und auf der anderen Seite aber auch zu gucken, wie können wir bessere Präventionsarbeit leisten. Also wie können wir zu dem Punkt kommen, dass es gar nicht erst zu dieser Gewalt kommt.

Autorin: Jede vierte Frau in Deutschland ist von häuslicher Gewalt durch ihren Partner oder Verwandte betroffen. Auch in der Bibel wird von männlicher Gewalt an einer Frau berichtet. Prinzessin Tamar wird von ihrem Halbbruder Amnon vergewaltigt. Er stellt sich krank, liegt im Bett und hofft auf Tamars Pflege. Als sie in sein Zimmer kommt, um sich um ihn zu kümmern, schickt er alle Männer raus, ergreift sie und fordert sie auf, mit ihm zu schlafen. Tamar wehrt sich. Aber es hilft ihr nicht.

Wo Männer gegenüber Frauen gewalttätig werden, herrscht Ungleichheit und Machtgefälle – damals wie heute. Deshalbspielt die Aufklärung über Geschlechterstereotype eine große Rolle – schon im Kindergarten.

O-Ton: dass wenn ein Junge ein Mädchen haut, das nicht ist, weil er sie mag und das nicht anders ausdrücken kann, sondern dass er dafür einfach auch Konsequenzen erfährt in dem Moment, dass ihm gezeigt wird, dass das nicht in Ordnung ist und dem Mädchen nicht vermittelt wird, dass das einfach so mit ihr gemacht werden kann.

Autorin: Um den Kampf für die Rechte von Frauen und Mädchen weiter zu stärken, will die Aktivistin zukünftig die verschiedenen feministischen Generationen besser miteinander vernetzen.

O-Ton: 2:30 das muss wirklich ein Austausch sein und dann kann das auch

viel nachhaltiger funktionieren, was auch feministische Geschichtsschreibung z.B. angeht, aber natürlich auch Aktivismus.

Autorin : Wenn sich die älteren Frauen, die ihre Fahnen gegen Gewalt ‚offline` am

Rathaus hissen, mit den Jüngeren online-Feministinnen zusammen schließen, werden die Stimmen immer lauter gegen Gewalt und Sexismus - für Freiheit und Gleichheit.

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