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Kirche in WDR 3 | 24.10.2018 | 07:50 Uhr

Kinder – echt wertvoll

Guten Morgen,

sie sind ganz unterschiedlich. Die Kinder in einem Ferienprojekt einer offenen Ganztagsschule. Ich habe sie in den Sommerferien besucht. Einige der Kinder hatten es nicht leicht im Leben: die einen haben gesundheitliche Handicaps, anderen fiel es schwer, sich in einer Gruppe angemessen zu verhalten und sich zurechtzufinden. Wieder andere wurden von ihren Eltern vernachlässigt. Und bei etlichen kam mehreres zusammen. Ich dachte spontan: Werden diese Kinder mit ihrem Leben klarkommen?

Und dann beobachtete ich, was das Team der Mitarbeitenden in diesem Ferienprojekt auf die Beine stellte. Die Kinder bastelten kleine Flöße - und – egal, wie geschickt oder ungeschickt der einzelne war – am Ende hatte jeder ein Erfolgserlebnis: ein hoffentlich seetüchtiges Floß, das am nächsten Tag unter eigener Flagge auf einem nahegelegenen Gewässer in See stechen sollte. Einige der Kinder sorgten dafür, dass es zum Mittagessen einen Gemüseteller gab. Andere hatten als Nachtisch fantasievolle Eis-Sorten kreiert. Und alle Kinder genossen es, dass wegen der Ferienzeit nun weniger Kinder da waren als sonst. So konnten sich die Mitarbeitenden intensiv um jede und jeden kümmern. Sie hörten den Kindern zu und unterstützten sie beim Basteln und Kochen. Die Kinder wurden angeregt und erhielten viel Aufmerksamkeit. Ich dachte spontan: Das tut den Kindern gut und das zahlt sich sicher aus. Für die Kinder und für die Erwachsenen.

In der Bibel heißt es „Kinder sind eine Gabe Gottes“ (Psalm 127,3). In Alltagssprache übersetzt heißt das: Kinder sind unendlich wertvoll. Sie werden zukünftig die Welt gestalten und dieser ihren Stempel aufdrücken. Werden sie das gut vorbereitet, verantwortlich und menschenfreundlich tun? Das werden wir Älteren noch erleben, wenn wir alt genug werden.

Was allerdings ein Skandal ist, ist dies: Fast viereinhalb Millionen Kinder in Deutschland sind nach Schätzungen des Deutschen Kinderschutzbundes von Armut bedroht(1). Das ist ein großes Risiko und ein Spiel mit dem Feuer. Das darf nicht so bleiben. Natürlich geht es zuerst darum, dass die Kinder genug zu essen und zu trinken haben, etwas anzuziehen - die Grundversorgung. Darüber hinaus geht es aber darum, dass die Kinder in Schule und Ausbildung so gefördert und unterstützt werden, dass sie ihren Platz in der Gesellschaft finden. Die gnadenlose Alternative ist: Sie werden abgehängt. Dafür zahlen wir aber alle einen sehr hohen Preis.

Bei all dem geht mir durch den Kopf: Was leisten nicht alles Eltern, die ihre Aufgabe ernst nehmen und Kinder lebenstüchtig machen. Sie haben eine ganze Zeit lang ihre eigenen Interessen ziemlich weit nach hinten geschoben. Damit sie ihren Kindern all das geben können, was sie brauchen. Und was leisten Erzieherinnen und Lehrer nicht alles. Sie verdienen großen Respekt. Und ich meine, sie sollten das verdienen, was sie für ihren großen Einsatz auch tatsächlich verdienen.

Wer in Kinder investiert, egal wann und wo, macht alles richtig.

Das meint Präses Manfred Rekowski aus Düsseldorf.

( 1 ) https://www.zeit.de/gesellschaft/2018-08/kinderschutzbund-kinderarmut-deutschland-bundesregierung-erhoehung-kinderzuschlag

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