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Kirche in WDR 2 | 22.12.2014 | 05:55 Uhr

Christen aus Syrien

O-Ton: "Wenn ich den Namen meiner Heimat höre, dann freue ich mich und bin stolz ein Christ in diesem Land zu sein."

Autor: Naeem Khalaf kommt aus Syrien. In seiner Heimat herrscht Bürgerkrieg. Er studiert in Deutschland Betriebswirtschaft. Den Namen seines Landes wird er bald wieder hören, denn sein Heimatland Syrien kommt nicht nur in den Nachrichten, sondern auch in der Weihnachtsgeschichte vor. Seine Mutter Fudda Abdulnour liest sie auf Arabisch:

O-Ton Mutter: [Arabisch]

OverVoice: Es begab sich aber zu der Zeit, dass ein Gebot von dem Kaiser Augustus ausging, dass alle Welt geschätzt würde. Und diese Schätzung war die allererste und geschah zur Zeit, da Quirinius Statthalter in Syrien war.

Autor: Viel mehr als dass er ein römischer Verwaltungsbeamter war ungefähr zu der Zeit als Jesus geboren wurde, weiß man nicht über Quirinius. Naeem Khalaf hat sich nie besondere Gedanken über diesen alten Römer gemacht, bis ihm auffiel, dass unzählige Menschen auf der ganzen Welt Weihnachten mit seiner Heimat verbinden.

O-Ton: "Ich habe mich gewundert! Wenn Sie in Deutschland das lesen, dann was denken Sie? Wissen Sie, dass es zur Zeit Christen in Syrien gibt?"

Autor: Bisher habe ich mir darüber kaum Gedanken gemacht. Schon gar nicht, wie es ihnen wohl geht. O-Ton: "Besonders war Heilig Abend für mich ein Anlass zum Weinen, als ich an meine Familie gedacht, wie es ihnen geht und wie lange sollen wir weit voneinander sein."

Autor: Bevor Naeem Khalaf zum Studium nach Deutschland kam, war christliches Leben in Syrien noch möglich. Sein Vater Sulaiman Khalaf erzählt:

O-Ton Vater: [Arabisch]

OverVoice=O-Ton Naeem: "Also am Heilig Abend hat mein Vater oft im staatlichen Radio den Gottesdienst, die Übertragung von der evangelischen Kirche in Damaskus gehört. Und er hat sich gefreut. Meine Schwester wohnt dort, und er hat gedacht, ach, sie ist in der Kirche und sie singt mit, und dann gingen wir zu unserem Gottesdienst."

Autor: Doch diese Normalität hatte bald ein Ende.

O-Ton: "Aber ich weiß schon, dass meine Eltern, im Jahr 2013 auch im Jahr 2012 nicht zur Kirche gingen. Die Christen hatten Angst, zum Gottesdienst zu gehen. "

Autor: Durch den Bürgerkrieg war ein freies Leben nicht mehr möglich, doch viele Christen in Syrien wollten nicht aufgeben.

O-Ton: "Wie oft hatte meine Mutter versucht, mit anderen Mitgliedern der Gemeinde einen kleinen Gottesdienst zu gestalten. Das war leider nicht möglich, aber zu Hause unter uns haben wir unseren eigenen Gottesdienst gemacht."

Autor: Naeem Khalaf bekam viel Unterstützung, seinen Eltern die Flucht nach Deutschland zu ermöglichen. Freunde aus Kirchengemeinden in Magdeburg und Köln halfen auch, den Flug zu finanzieren und eine günstige Wohnung in Gummersbach zu finden.

O-Ton: "Und jetzt am Weihnachten nach vier Jahren später sind meine Eltern hier und ich freue mich, dass wir am Heilig Abend zusammen sind. Das war ein Traum, jetzt ging der Traum in Erfüllung. Und Gott hat uns getragen, wie er immer trug."

Autor: Ich bin sicher, von nun an wird mich der 2000 Jahre alte Quirinius immer an Naeem und seine Familie in Syrien erinnern.

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