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Kirche in WDR 2 | 17.01.2015 | 05:55 Uhr

Kinoverkündigung

Frau Müller muss weg

Wir wollen die Müller nicht mehr. Das ist die Realität! Aus die Maus!

Elternalarm in der Grundschule. In der 4b stehen Halbjahrszeugnisse bevor.

Jetzt entscheidet sich, wer aufs Gymnasium darf!

Doch in den letzten Monaten sind die Noten der Kinder in den Keller gesunken.

Die berufliche Zukunft ist in Gefahr. So sehen es jedenfalls die besorgten Eltern.

Die Schuldige ist schnell gefunden: die Klassenlehrerin, Frau Müller.

Eine Delegation von Vätern und Müttern soll die ungeliebte Lehrerin zwingen, die Klasse abzugeben.

Wer auf dem falschen Posten sitzt, fliegt! Warum soll es in der Schule anders sein? - Wichtig ist nur eine Sache: Ich werde sprechen! Ich werde Frau Müller sagen, was Sache ist! - Ich sag mal: Als Mensch hat sie meine persönliche Sympathie! - In drei Monaten gibt's Übergangszeugnisse und dann hat diese unfähige Kuh unseren Kindern die Zukunft endgültig versaut! - Na ja, es ist keine Schande, sich einzugestehn, dass man überfordert ist. - Burnout ist sehr häufig bei Lehrern!

Die Komödie "Frau Müller muss weg" ist der neue Film von Sönke Wortmann. Seit Donnerstag läuft er im Kino. Und er entlarvt die so genannten Helikoptereltern. Die wollen nur das Beste für ihre Kinder. Aber sie umkreisen sie wie Hubschrauber, überwachen sie per Handyortung und setzen sie unter Leistungsdruck, kaum, dass sie auf der Welt sind.

Die Figuren des Films stehen für bestimmte Typen von Eltern mit ihren Schrullen und Spleens.

Da ist Anke Engelke als Geschäftsfrau, die alles in der Hand haben will.

Justus von Dohnányi spielt den ewig benachteiligten Vater, der ständig meckert und querschießt. Dabei hat er in Wirklichkeit mehr Angst vor der Schule als seine Tochter.

Sie blasen sich hier auf, das ist unerträglich. Ich hör mir das nicht länger an! - Herr Heider, ich lasse mich von Ihnen nicht anschreien! - Ja, dann wissen Sie mal, wie das ist. Sie schreien die Kinder ja auch ständig an! - Wie bitte? - Wolf, das geht jetzt zu weit! - Ihr schleimt doch hier nur rum! Unsere Kinder sind unglücklich! Meine Janine kommt nach Hause und ist so blockiert, dass sie nicht mal mehr die ein¬fachsten Rechenaufgaben zustande kriegt. Sie sitzt da und sagt, dass sie blöde ist. Und geht morgens mit Bauchschmerzen in die Schule!

Im Laufe des Elternabends kommt heraus: Die Eltern kennen ihre Kinder kaum. Und deren Erfolg soll oft ihre eigenen Defizite kaschieren. Ich weiß es nicht, ich komm überhaupt nicht an ihn ran. Er lebt in seiner eigenen Welt. Er braucht mich nicht. Er braucht niemanden. Nicht mal mich! Und ich hab nicht das Gefühl, dass er damit glücklich ist. Ich kann nichts machen. Die Noten sind mir wirklich egal!

Klar, Eltern wollen für ihre Kinder nur das Beste. Aber das ist eben nicht immer das, was sie selbst für das Beste halten. Oder was sie selber verpasst haben. Vielleicht ist es für Kinder einfach nur das Beste, auch mal Kinder sein zu dürfen, zu spielen ohne Erfolgs- und Leistungsdruck, die eigenen Fähigkeiten zu entdecken und zu lernen - nicht für ihre Eltern, sondern für sich selbst und für ihr eigenes, gottgewolltes Leben.

Copyright Vorschaubild: Bad Kleinkirchheim CCBY 2.0 flickr

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