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Kirche in WDR 2 | 21.11.2015 | 05:55 Uhr

Familienbande

Du bekommst von mir für jeden Tag, an dem Du nicht spuckst, fünf Mäuse, ja? - Zehn! - Fünf! - Acht! - Fünf! – Sechs! - Fünf!

Sie haben es nicht leicht miteinander. Stacey kommt nach dem Tod ihrer Eltern zu ihrem Onkel Will. Der wird extra früher aus dem Gefängnis entlassen, um für seine Nichte zu sorgen. Doch Stacey ist alles andere als begeistert. Selbstbewusst und aufmüpfig versucht sie, sich mit der Situation zu arrangieren.

Wie alt bist Du? - Ich bin elf! - Elf! Weisst Du, was ich gemacht hab, als ich elf war? - Keine Ahnung! Vermutlich was kriminelles!

Will und Stacey sind die Hauptfiguren im Film “Familienbande”. Seit Donnerstag läuft er im Kino.

Stacey will von ihrem Onkel erfahren, warum er im Gefängnis war, aber Will bringt es nicht fertig, über seine dunkle Vergangenheit zu reden. Er ertränkt seine Probleme lieber im Alkohol und tröstet sich mit den Amphetamintabletten seiner Nichte.

Die neue Familie muss erst langsam lernen, einander zu vertrauen und sich die Wahrheit zu sagen. Immerhin gibt es auch durchaus Praktisches voneinander zu lernen.

Son Mist! - Was ist denn? - Ich glaub, der Backofen ist kaputt! - Wofür brauchst Du den denn? - Für den Lachs! - Dann musst Du ihn in Folie wickeln und ohne Spülmittel und Teller in den Geschirrspüler le¬gen! - Was? – Mum hat das oft gemacht, wenn der Backofen kaputtt war! - Mh, schmeckt toll, der Lachs! Wie habt Ihr ihn zubereitet? - Ich hab ihn gedämpft!

Familienbande! Man hat den gleichen Namen und die gleiche Adresse und man weiß, wo man hingehört. Familie, das sind viele Feste, aber noch mehr Alltag. Da ist der Tisch, an dem man zusammen isst, aber auch die Tür, die man vor Wut zuschlägt. Nirgendwo ist man einander so anvertraut, aber auch nirgendwo so ausgeliefert wie in der Familie.

Das ist ein großes Geschenk, wann jemand erfährt: Hier bin ich zuhause und hier darf ich so sein, wie ich bin. Und wenn Gefahr von außen kommt, dann halten wir zusammen.

Aber Familie ist auch anstrengend, und viele Familien kommen mit dem Druck nicht zurecht. Sie gehen auseinander oder leben aneinander vorbei.

Dabei sehnen sich nach wie vor die meisten danach, in einer Familie zu leben und geborgen zu sein.

Nächste Woche ist das Gespräch beim Jugendamt. Und wenn’s gut läuft, darfst Du bei mir bleiben! Für immer! Dann musst Du nicht wieder in ‘ne Pflegefamilie. Und, und hast ein Zuhause.

Familienbande! Wenn ich ins Neue Testament schaue, dann fällt mir auf: Jesus hat dreißig Jahre in einer Familie gelebt. Nur drei Jahre hat er öffentlich gewirkt und gepredigt. Davor: dreißig Jahre Familie in Nazareth. In der Provinz. Nichts Besonderes.

Doch: Etwas ganz Besonders. Denn hier hat er erfahren, was es heißt, angenommen zu sein und gewollt.

Wie wenig ist das - und wie viel!

Ich bin allen Familien dankbar und ich bewundere sie dafür, dass sie es immer wieder miteinander versuchen, jeden Tag .

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