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Kirche in WDR 2 | 25.11.2016 | 05:55 Uhr

Lebensmittel teilen

Und wieder ist es mir passiert. Ich hatte mir doch so fest vorgenommen, gut aufzupassen. Besser zu planen, die Übersicht zu behalten.

Und trotzdem: Als ich am Wochenende den Kühlschrank durchforste, finde ich verschimmelten Käse, abgelaufene Sahne, vergammelte Paprika.

Und wieder muss ich Lebensmittel, wegwerfen. Das tut richtig weh.

Allein in Deutschland werden in jeder Sekunde 313 Kilo Lebensmittel weggeworfen. Das summiert sich auf rund acht Millionen Tonnen, Jahr für Jahr.

In anderen westlichen Ländern sieht es nicht viel besser aus.

In Frankreich hat die Regierung deshalb nun ein Gesetz erlassen, dass den großen Supermärkten verbietet, Lebensmittel wegzuwerfen.

Stattdessen müssen noch genießbare Waren an Hilfsorganisationen abgegeben werden, nicht mehr Essbares zur Kompostierung.

Die erwartete Wirkung des Gesetzes ist umstritten: Sicher ist das ein starkes Signal gegen Lebensmittelverschwendung. Aber die meisten Supermarktketten arbeiten schon lange mit Hilfsorganisationen wie den Tafeln zusammen. Und eigentlich entsteht das Problem des Lebensmittel-Abfallberges auf der Seite der Konsumenten und nicht beim Handel. Rund 40% der Lebensmittel, die auf dem Müll landen, werden in den Haushalten weggeworfen. So, wie bei mir.

Die meisten Menschen haben das Gefühl, dass sie nicht viel wegwerfen.

Die Realität ist aber eine andere: Nach einer Studie der Universität Stuttgart wirft jeder von uns pro Jahr durchschnittlich 82 Kilogramm Lebensmittel weg – das entspricht etwa zwei vollgepackten Einkaufswagen oder einem Wert von rund 235 Euro.

Zwei Zahlen genügen, um die Tragödie zu verdeutlichen: Von den sieben Milliarden Menschen auf der Welt hungert täglich rund eine Milliarde. Gleichzeitig würde die globale Lebensmittelproduktion theoretisch ausreichen, um nicht nur sieben, sondern neun, zehn oder gar zwölf Milliarden Menschen satt zu machen.

Außerdem würde die Vermeidung von Lebensmittelabfall einen signifikanten Beitrag zum Ressourcen- und Klimaschutz leisten. Treibhausgase durch Düngung, Transport und Kühlung und durch das Verfaulen der Lebensmittel auf den Halden würden verringert oder vermieden.

Unser täglich Brot gib uns heute – die Bitte des Vaterunsers ist in Deutschland schon längst metaphorisch geworden. Wir haben mehr als genug. Dennoch: dass wir so viele Lebensmittel wegwerfen ,ist ein Skandal. Und verträgt sich nicht mit dem Christlichen Glauben.

In Anbetracht des Hungers in der Welt und aus Respekt vor unseren Mitmenschen und der Schöpfung sind wir geradezu verpflichtet, sorgsam mit unseren Lebensmitteln umzugehen.

Es steht uns also gut an, unser Verhalten zu reflektieren und zu verändern. Hilfestellungen gibt es viele: Beispielhaft sei auf die Internetseite www.zugutfuerdietonne.de hingewiesen. Einfache Tipps, wie man seinen persönlichen Abfallberg reduziert.

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