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Kirche in WDR 2 | 01.02.2017 | 05:55 Uhr

Jesus 2.0

Jesus sitzt auf einer Bank und tippt in sein Handy. Als er die Nachricht abschickt, spricht ihn eine Frau an. Als sie gerade anfängt, Jesus ihr Problem zu erzählen, plingt sein Smartphone. Aber er beachtet das Gerät nicht und redet stattdessen weiter mit der Frau. Erst als sie gegangen ist, liest er die Nachricht und antwortet sofort.

„Natürlich hätte Jesus ein Handy gehabt,“ meint einer meiner Konfirmanden. „Er wollte doch mit den Leuten Kontakt haben.“ Die meisten stimmen zu. Ein Mädchen hält dagegen: „Ich glaube nicht, dass Jesus ein Smartphone gehabt hätte.“ Die meisten schauen sie befremdet an. „Ich meine, der war doch arm. Der ist doch rumgezogen wie ein Obdachloser. Hat bei Freunden geschlafen. Ich glaub, der hätte sich gar kein iPhone leisten können.“

„Nicht mal ein Prepaid-Handy?“, fragt ein anderer zurück. Ratlosigkeit auf den meisten Gesichtern. Die Szene auf der Bank konnten sich die Jugendlichen gut vorstellen. Auch, dass Jesus erst nach dem Gespräch mit der Frau auf sein Telefon geguckt hätte. Er war schließlich höflich. Aber freiwillig ganz ohne?

Schließlich einigen wir uns darauf, dass unser Heiland wahrscheinlich einen Facebook-Account gehabt hätte. Kein eigenes Mobilgerät. Aber immer, wenn er irgendwo zu Gast gewesen wäre, hätte er sich einloggen können. Und so mit seinen Freunden Kontakt halten. „Jesus 2.0“ haben die Konfis diesen modernen Jesus getauft.

Dieser Name gefällt mir. Denn das Internet 2.0 hat eine Eigenschaft, die auch Jesus entspricht. Das alte Internet war eine Einbahnstraße. In der Anfangszeit war eine Website dazu da, um Informationen zu konsumieren. Oder um Serviceangebote zu nutzen.

Das Internet 2.0 ist dagegen keine Einbahnstraße mehr. Sondern echte Kommunikation, die in beide Richtungen läuft. Die Nutzer können die Seiten interaktiv mitgestalten. Kein Einkauf mehr ohne die Möglichkeit, den Artikel oder den Verkäufer zu bewerten.

Das ist ein geniales Bild dafür, was durch Jesus mit Gott passiert ist. Vor Jesus war das Verhältnis zu Gott eine Einbahnstraße. Gott war allwissend und überall. Er lenkte die Welt, aber er war unsichtbar und unveränderbar. Durch Gebete und Opfer konnten die Menschen zwar Nachrichten an Gott senden. Und sie konnten hoffen, dass er reagiert. Aber letztlich war das Verhältnis von Gott und Mensch eine Einbahnstraße mit unendlichem Gefälle.

Mit Jesus ist das völlig anders geworden. Indem Gott ein Mensch wurde, begann ein echtes Wechselspiel. Jesus ging zu den Menschen. Er sprach mit ihnen, war fürsorglich. Manchen half er, in die Gemeinschaft zurückzukehren. Andere machte er gesund.

Auf der anderen Seite lieferte er sich den Menschen aus. Als hilfloses Baby. Der Armut ausgesetzt. Er wurde gelobt und beschimpft. Ungerecht verurteilt und sogar hingerichtet. Durch Jesus entstand eine echte, wechselseitige Beziehung zwischen Gott und uns Menschen. Eben Jesus 2.0.

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