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evangelisch

Kirche in WDR 2 | 27.02.2017 | 05:55 Uhr

DIESER BEITRAG ENTHÄLT MUSIK, DAHER FINDEN SIE HIER AUS RECHTLICHEN GRÜNDEN KEIN AUDIO.

Ich bin froh, dass ich evangelisch bin

Autor: Guten Morgen und raus aus den Federn! Es ist wieder soweit!

Düsseldorf Helau und Kölle Alaaf – heute ist Rosenmontag und die Narrenwelt steht wieder Kopf!

Willkommen im rheinischen Karneval!

Obwohl – das ist hier doch ein evangelischer Radiobeitrag. Da darf ich mich doch gar nicht so für Karneval begeistern.

Hier – der Jürgen Becker, der hat das doch in einem Karnevalsschlager auf den Punkt gebracht:

Musik: Max Weber hat gesagt, dass nur die Arbeit wichtig ist,

dass der Herrgott den begnadigt, der die Pflichten nicht vergisst.

Müßiggang und Karneval, das ist für die Katz,

wer auf Erden viel verdient, hat bei Gott den besten Platz.

Autor: Die Protestanten sind in der Tat nicht grade für ihre Feierlaune bekannt.

„Da ist sie wieder – die typisch protestantische Nüchternheit!“ hat mir mal ein lieber katholischer Kollege hinterhergerufen. Und er hatte ja Recht – den einen Schluck Bowle auf dem Gemeindefest hätte ich ruhig trinken dürfen.

Protestanten und Karneval – für manchen passt das nicht zusammen.

Musik: Kein Weihrauch, keine Witze, keine Heiligen in Stein,

immer alles ernst gemeint, das passt nicht an den Rhein,

fünfundneunzig Thesen, die sin uns viel zu viel,

wir brauchen hundert Tresen und nen Tisch fürs Kartenspiel.

Autor: Dabei ist die Idee des Karneval ja eigentlich eine ganz christliche.

Nein, nicht die Nummer mit dem Verkleiden jetzt. Oder dem vielen Alkohol.

Oder dem Bützen. Mag ja ganz reizvoll sein, aber steht nirgendwo in der Bibel, dass man einfach fremde Frauen küssen soll. Aber die Sache mit dem Rollentausch.

An Karneval wird die Welt, wird die Gesellschaft auf den Kopf gestellt.

Die, die eigentlich unten sind, stehen plötzlich oben. Und die, die sonst zu bestimmen haben, werden für ein paar Tage abgedankt. Das ist ein Rollentausch, den die Bibel Gott selber zuschreibt. Der Schöpfer des Himmels und der Erden, der Große, wird ganz klein, ein Kind in einer Krippe. Und stirbt schließlich durch und für die Schuld der Menschen am Kreuz. Was für ein Rollentausch. Der Große macht sich klein, damit die Kleinen groß sein können.

Musik: Ich bin so froh, dass ich nicht evangelisch bin,

die haben doch nichts anderes als arbeiten im Sinn.

Als Katholik da kannste pfuschen, dat eine is jewiss,

am Samstag gehste beichten und fott is der janze Driss.

Autor: Gott geht auf uns zu. Nicht nur an Karneval. Und nicht nur in der Beichte.

Sondern immer. Jeden Tag.

Das ist die Kernaussage des Christentums – Evangelisch wie Katholisch.

Ich will jetzt nicht pathetisch werden, aber das Christentum ist fast wie ein kosmischer Karneval. Gott wendet sich und komplett zu. Allerdings ohne Pappnas, sondern mit einer Dornenkrone…

Dennoch: das ist ein Grund sich zu freuen und zu feiern.

Viel Spaß Ihnen allen heute am Rosenmontag.

Musik:

Interpret: Becker, Jürgen

Komponist: Holländer, Martin

Texter: Becker, Jürgen / Alich, Norbert

Verlag: Chroma Music

Label: The Record Company

Labelcode (LC-Nr.): 01670

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