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Kirche in WDR 2 | 12.05.2017 | 05:55 Uhr

Luther im Überdruss - Gnade im Überfluss

Vielleicht geht es Ihnen ähnlich. Ich jedenfalls kann Luther nicht mehr sehen. Dieses Jubiläum nervt. Der Hype um Martinus füllt inzwischen ein ganzes Kuriositätenkabinett – seht, wir haben den größten und den schönsten Reformator!

500 Jahre nach seinem Thesenanschlag muss der Reformator für alles Mögliche herhalten: Es gibt Luther-Socken, Luther-Salami, Luther-Gummienten. Ja und es gab sogar Kondome! Düsseldorfer Jugendliche hatten Sprüche von Luther auf Kondome drucken lassen – das fand die Kirchenleitung aber gar nicht witzig. Ich meine, es ist Zeit, sich endlich den Ideen der Reformation zuzuwenden. Denn Reformation ist doch etwas, an das man sich nicht erinnert, sondern etwas, das man tut. Ständig und inständig.

Bei all den Feierlichkeiten, bei all dem Merchandising und den vielen Events ging seine Entdeckung bisher irgendwie unter. Was wollte dieser Luther eigentlich? Und könnte das nicht auch heute noch Bedeutung haben, für mein Leben, für Ihr Leben?

„Wie werde ich dessen gewiss und froh, dass Gott mir gnadig ist?“ – das war doch die zentrale Frage von Martin Luther. Warum erfahren wir nicht von seinen Antworten und denen anderer Theologen? Auch für uns heute ist es interessant, wie es sich unbeschwert lebt. Bei allem Lutherüberdruss: Das Reformationsjubiläum hat mich wieder auf diese Frage gestoßen. Ich brauche keine Luthersalami, keine Luthergummibärchen, aber diese Frage von Luther, die ist in meinem Leben wichtig geworden. Mir persönlich helfen einige Sätze, die mir auf dem Weg begegnet sind, seit ich mich damit beschäftige. Meine ganz persönliche Rechtfertigungslehre klingt so:

Ich bin nicht Gott, Gott ist für mich. Mein Leben hängt nicht von mir ab, sondern von Gottes Gnaden. Es geht auch nicht um mich allein, Gerechtigkeit geht uns alle an.

Abhängig macht mich das nicht, sondern frei: Zu tun, wonach es mich sehnt, zu gehen, wohin es mich zieht, hinter mir zu lassen, was mich einschränkt.

Dass Gott mir gnädig ist, dessen bin ich gewiss und froh.

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