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Kirche in WDR 2 | 19.03.2022 | 05:55 Uhr

Kinoverkündigung

„Gut festhalten, Francesca! - Wir müssen – Denn du bist hier auf einem seltsamen Pferd, hüüüüüüü – Francesca, wir müssen los – hüüüüüüü.“

Ein älteres Ehepaar als Nachbarn, zu dem die beruflich eingespannten Sara und Lucio ihre kleine Tochter Francesca geben können – darüber wären viele Paare dankbar. Doch Lucio hat einen schrecklichen Verdacht, nachdem Francesca und der etwas demente Renato verstört in einem Park gefunden werden.

„Sie spricht mit niemandem in der Klasse. Das stimmt etwas nicht. Hast du ihren Blick gesehen? - Was ist damit? - Sie sieht völlig abwesend aus. In diesem Park muss etwas passiert sein, das sie uns nicht erzählt. - Da ist nichts passiert. - Als ich sie gefunden habe, da war Renato so eigenartig. Ich kann es nicht beschreiben. - Sieh mal, Lucio, die Polizei hat doch alles überprüft und... - Sara, Francesca verbirgt irgendetwas vor uns, wir müssen ihr helfen!“

Hat Renato das kleine Mädchen missbraucht? Oder bildet sich Lucio das nur ein? Diese Geschichte ist eine von dreien, die in einem bürgerlichen Mehrfamilienhaus in Rom spielen, die der Regisseur Nanni Moretti in seinem Film „Drei Etagen“ erzählt. Er läuft seit dieser Woche im Kino. Sara und Lucio wohnen im Erdgeschoss, über ihnen lebt Monica mit ihrer kleinen Tochter, ihr Mann ist beruflich viel unterwegs. Dessen Bruder tritt in ihr Leben und wird es nachhaltig verändern. Im Dachgeschoss wohnen dann Dora und Vittorio mit ihrem erwachsenen Sohn Andrea. Deren Leben gerät in Schieflage, als Andrea eine Frau überfährt.

„Der Anwalt sagt, dass möglicherweise mildernde Umstände gelten. Die Straße ist schlecht beleuchtet, die Zebrastreifen sind verblasst. Man sieht sie ja kaum noch, oder? Das Urteil könnte milder ausfallen, vielleicht gibt es Zeugen. Wenn wir nachweisen können, dass die Verantwortung nicht allein bei dir lag. Dass diese Frau in der Dunkelheit wie aus dem Nichts vor dir aufgetaucht ist... - Die Frau ist gestorben und Andrea war betrunken.“

Es brechen alte Streitereien zwischen Vater und Sohn auf. Die Gräben werden tiefer.

„Er ist verhaftet worden. Es gab eine Schlägerei, er war betrunken. - Dann gehen wir mal zu ihm. - Nein, er will uns nicht sehen.“

Wie viel wissen wir eigentlich über unsere Nachbarn? Sie begegnen uns im Treppenhaus oder beim Blick über den Gartenzaun. Sie haben unseren Zweitschlüssel und nehmen Pakete an, wenn wir nicht da sind. Doch was wirklich hinter diesen Türen nur wenige Meter von uns entfernt abläuft, wissen wir oft kaum. Dabei spielen sich dort kleine und große Dramen ab – die wir vielleicht manchmal verhindern könnten? Oder unseren Mitmenschen helfen?

Sicher will niemand in vergangene Jahrzehnte zurück, in denen sich die Menschen gegenseitig auf die Teller geschaut haben. Aber vor allem die Großstädte haben uns gegen die subtilen Zeichen unserer Mitmenschen immun gemacht. Sodass wir manchmal gar nicht mitbekommen, wenn Menschen aus dem Leben von anderen geworfen werden.

„Es tut mir Leid, aber ich will ihn nie wieder sehen, niemals! Und wenn du die Beziehung zu ihm aufrecht erhältst, dann haben wir beide keine Beziehung mehr.“

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