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Kirche in WDR 2 | 29.04.2022 | 05:55 Uhr

Mitleiden durch Mithelfen

Der Philosoph Friedrich Nietzsche hat Mitleid für falsch gehalten. Ganz einfach nach dem Motto: dann geht es doch beiden schlecht.

Anders die Bibel. Die Geschichte schlechthin zu dem Thema ist die vom barmherzigen Samariter. Warum in der Geschichte sowohl der Priester wie auch der Levit an dem überfallenen vorbeigehen, erfahren wir nicht. Nur eben, dass die, die helfen müssten, sich nicht engagieren.

Vom Samaritaner heißt es "er wurde von Mitleid bewegt" Lk 10,33. Und das im Wortsinn: er verbindet die Wunden, setzt den Halbtoten, wie die Bibel ihn bezeichnet, auf seinen Esel und bringt ihn zur nächsten Herberge. Dort gibt er dem Wirt Geld und ist auch bereit, weitergehende Aufwendungen demnächst zu bezahlen.

An dieses Gleichnis musste ich denken, als ich in der Zeitung las, was die Chefredakteurin eines ukrainischen Nachrichtendienstes sagte: "Ich weiß immer noch nicht, wie man mit seinen Kindern über den Krieg spricht. Aber ich weiß genau, wie man ihnen erklärt, was Frieden ist. Frieden ist, wenn alle zusammenstehen".

Die Kraft des Mitleidens beschreibt der Schriftsteller Heinrich Böll: Zitat "Es wird uns eingeredet, dass Mitleiden in den Bereich der Sentimentalität gehört. Das ist eine Lüge. Mitleiden ist eine ungeheure Kraft, eine große Energie, und auch eine schöpferische Phase gehört zum Mitleiden. Man will uns einreden, die Zeit des Mitleidens sei vorbei. Doch harte Herzen brechen leichter als mitleidige Herzen, die eine große Kraft haben". Zitat Ende. "Frieden ist, wenn alle zusammenstehen". Für mich ist ein Wort von Adolf Kolping wichtig: "Tätige Liebe heilt alle Wunden, bloße Worte mehren nur den Schmerz". Also handeln wir hier bei uns angesichts der vielen Geflüchteten nach dem ganz einfachen praktischen Motto: Mitleiden durch Mithelfen.

Zum Glück waren unsere Kleiderkammer und die Abteilung mit Kindersachen dank sehr vieler Spenden nach der Flutkatastrophe an der Ahr übervoll. So konnten die Mitarbeiter der Stadt die Geflüchteten zu uns schicken. Und wir brachten Vieles auch zu einer Art Sachen-Buffet in die Leichtbauhallen, wo die Flüchtlinge untergebracht sind. Dank großzügiger Menschen konnten wir 100 Schulranzen und 100 Schulrucksäcke kaufen. Auch Fahrräder, Roller, Bobbycars sind erwünscht. Unser Kantor hat schon zwei Benefizkonzerte in der Kirche ermöglicht. "Frieden ist, wenn alle zusammenstehen". Wenn Sie nicht praktisch helfen können, so spenden sie doch einfach das Geld, das sie übrig haben.

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