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Kirche in WDR 2 | 30.12.2022 | 05:55 Uhr

Soylent Green

Vor einigen Wochen habe ich „Soylent Green“ gesehen. Das ist ein Film, der 1972 gedreht wurde, aber im Jahre 2022 spielt. Allerdings ist die Welt im Film in einem schlechteren Zustand, als wir das im Moment erleben. Das Wasser ist vergiftet, Tiere, Pflanzen und Bäume sind weitestgehend ausgerottet. Die Natur ist einer einzigen Wüstenlandschaft gewichen. Lebensmittel wie Gemüse, Brot oder Fleisch sind äußerst knapp und für die meisten unerschwinglich. Der Großteil der Bevölkerung ist auf künstliche Ernährung in den Farben Rot, Gelb und Grün angewiesen - wobei die grüne Nahrung dem Film seinen Namen gegeben hat. Sie schmeckt vergleichsweise gut. Angeblich wird sie aus Plankton gemacht. Am Ende stellt sich aber heraus, dass darin die Leichen von Verstorbenen verarbeitet werden.

Jetzt kann man natürlich mit Erleichterung feststellen, dass das alles nicht so schlimm gekommen ist wie in „Soylent Green“ skizziert. Aber der Film hat ja auch 1972 kein realistisches Bild davon zeichnen wollen, wie die Welt in 2022 aussieht. Vielmehr will der Film die Menschen zum Nachdenken zu bringen: Wohin entwickeln wir uns? Und vor allem: Was können wir tun, damit die Welt auch weiterhin ein schöner, lebensfreundlicher Ort bleibt?

Übrigens fragt der Film „Soylent Green“ auch nach Gott: Wo ist Gott? Wo können wir ihn finden in einer von Menschen beherrschten und ruinierten Welt? Eine der beiden Hauptfiguren antwortet, dass Gott im Jenseits zu finden ist. Und beschließt deshalb, zu sterben.

Ob der Mann nach seinem Tod Gott gefunden hat, wird nicht erzählt. Aber ich bin überzeugt: Gott ist nicht bloß im Jenseits zu finden. Sondern auch in der Welt, in der wir leben. Mehr noch: Wir können weder unsere Welt noch unser eigenes Leben so sehr ruinieren, dass Gott sich daraus zurückzieht. Deshalb ist immer mehr möglich als das, was Menschen planen, erwarten oder befürchten. Es gibt immer Alternativen, die das Schlimmste verhindern. Und sogar solche, die zum Guten führen. Es lohnt sich, daran zu glauben, dafür einzustehen und daran mitzuarbeiten. Auch über 2022 hinaus.


Redaktion: Pastorin Sabine Steinwender-Schnitzius


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